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Andechser Bio Molkerei Wir lassen die Kuh raus 4

Gleich geht´s raus auf die Weide

„Wir lassen die Kuh raus!“, so lautete das Thema und zugleich der Anlass des Termins, welchem ich mich kürzlich voller Vorfreude anschloss. Auf dem Bio-Bauernhof der Familie Pulfer in Tutzing nämlich wurden deren Milchkühe heuer erstmals nach der kalten Jahreszeit, gemeinsam mit der Andechser Molkerei Scheitz, auf die Weide gelassen. Es ging für die Tiere also raus aus dem Stall und ins Freie. Jedem, dem Tierwohl, die Umwelt und gesunde und gute Lebensmittel ein wenig am Herzen liegen, dürfte ohnehin bekannt sein, dass weitläufige Weiden, frische Luft und saftiges Gras, Kühe ganz besonders glücklich und gesund machen. Der Weidegang verbindet all dies und sorgt für ein gesteigertes Tierwohl.

Worum ging´s beim Termin mit der Andechser Bio-Molkerei?

Vor Ort auf dem Bio-Bauernhof wurde neben diesem Weidegang der Tiere außerdem zusammen von der Andechser Molkerei Scheitz, bekannt durch mehr als 150 reine Bio-Molkerei Produkte auf dem Markt, und den Bio-Landwirt Sepp Braun über die Vorteile des Weidegangs gesprochen. Dieser ist nicht nur für die Tiere eine große Freude, sondern – einmal um die Ecke gedacht – natürlich auch für die Umwelt und uns Menschen bezeichnend. Eine gesunde Weide sorgt für eine gesunde Kuh. Eine gesunde und somit glückliche Kuh sorgt für eine gesunde Milch, welche wiederum uns Menschen gesund hält in Form hochwertiger Produkte. So in etwa zeigt sich der Kreislauf in vereinfachter Form. Der Zusammenhang liegt also auf der Hand: Die Milchqualität und folglich die Qualität der aus dieser Milch erzeugten Produkte (von eben zum Beispiel der Andechser Bio-Molkerei Scheitz), hängt nicht unerheblich vom Weidegang der Tiere ab.

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Eine glückliche Kuh auf der Weide

Wieso lassen nicht alle einen Weidegang für die Milchkühe zu?

Den Zusammenhang einmal verstanden, liegt auch auf der Hand, dass der Auslauf für die Tiere wesentlich zu deren Gesundheit beiträgt. Nicht von ungefähr stürmen die Tiere freudig aus dem Stall, genießen das Grün, die frische Luft und erfreuen sich am saftigen Gras. Die Freude der Tiere war nahezu greifbar.

Warum also werden dennoch so viele Milchkühe in Deutschland nicht auf die grünen Wiesen geführt – obwohl damit nachweislich eine bessere Milch gewonnen wird? Eine Frage die mich beschäftigte und die vor Ort verständlich geklärt wurde. Das Problem liegt auf der Hand. Natürlich bedeutet ein regelmäßiger Weidegang für den Landwirt mehr Arbeit. Nicht nur zeitlich nimmt dieser zusätzliche Ressourcen in Anspruch,  sondern auch aus platztechnischen Gründen sowie damit verbundenen höheren Kosten schrecken viele Landwirte vor dem Weidegang zurück. Indirekt wird damit eine „schlechtere“ bzw. zumindest nicht das Tierwohl fördernde Haltung in Kauf genommen. Das Ergebnis: Nicht so hochwertige Milch für uns.

Barbara Scheitz und Sepp Braun

Barbara Scheitz und Sepp Braun

„Weidegang für alle!“ – Weidezuschlag und Co.

Sich diesem Problem vollkommen bewusst, hat sich Barbara Scheitz, die Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz, zur Aufgabe gemacht, dieses zu lösen. „Das Ziel ist es, dass immer mehr und so viele Kühe wie möglich auf die Weiden dürfen!“, so B. Scheitz. Dafür werden neue Wege gegangen und die Andechser Bio-Molkerei honoriert als erste Bio-Molkerei überhaupt, die Weidehaltung der Lieferanten von Bio-Milch mit einem in Deutschland einzigartigen Zuschlag auf den Milchpreis. Klasse, oder? Das bedeutet: Jeder Bio-Landwirt, der dafür sorgt, dass seine Kühe regelmäßig auf die Weide zum grasen und leben dürften, erhält einen zusätzlichen Aufschlag auf den Milchpreis. Geholfen ist der Kuh, dem Landwirt und natürlich letzten Endes auch der Milch-Qualität.

Und das ist auch nachweisbar. Beim Weidegang nämlich, können die Kühe ihren Bewegungsdrang, ihr Sozialverhalten und ihre Instinkte optimal ausleben. Zusätzlich wird die Milchqualität nachweislich durch gesteigerte Omega-3- und Omega-6 Fettsäure-Werte sowie höhere Antioxidantien bei Kühen mit Weidegang verbessert. So macht sich in den letzten Jahren auch bei den „Milchtrinkern“, sprich uns allen, die gerne gute Milch kaufen und trinken, ein „Ruck“ in der Gesellschaft in dieser Sache bemerkbar. Wir schätzen als „Verbraucher“ immer mehr die natürliche Haltung und Fütterung der Tiere und legen beim Kauf unserer Lebensmittel Wert auf natürliche Lebensbedingungen für die Tiere. Der oben beschriebene Kreislauf („Glückliches Tier = hochwertige Milch“) wird uns immer bewusster. So kaufen rund 72% der Bio-Waren-Käufer diese für die Unterstützung artgerechter Tierhaltung und 68% wollen mit ihrem Einkauf auch die auf nachhaltige Landwirtschaft ausgelegte Herstellung unterstützen. (Quelle: Studie „„Wie bio is(s)t Deutschland“ im Auftrag der Andechser Molkerei Scheitz) Zählt ihr euch auch dazu? Zugegeben, so bewusst war mir das nicht, jetzt nach dem Termin und der Aufklärung ist das natürlich ganz logisch. Gute bzw. beste Milch geben, können Kühe eben auch nur im glücklichen Zustand. Dabei unterstützt die Landwirte der Weidegang in Form von frischem Gras, Kräutern und Klee auf den Weiden.

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Streicheleinheiten vor dem Weidegang.

Bodenbeschaffenheit = gesundes Futter für die Kuh

Die Böden selbst spielen beim Weidegang für die Tiere natürlich eine entscheidende Rolle. Ist man kein Landwirt, denkt mal wohl relativ wenig über die Bodenbeschaffenheit nach, auf welcher sich die Kühe aufhalten. Der Agrarexperte Sepp Braun erwähnte nochmals die Vorteile für die Böden, die die Kuhhaltung im Freien hat. „Nur in einem gesunden Boden wachsen gesunde Pflanzen. Und die sind Voraussetzung für gesundes Futter und damit letztlich auch für Milch und Käse von hoher Qualität und einen gesunden Menschen“, erklärt Braun. Auch dazu trägt der Mensch einen erheblichen Teil bei.

Mal drüber nachgedacht… (und Infos)

Ich habe aus diesem Termin einiges für mich mitgenommen und wollte diese Eindrücke mit euch teilen. „Bio“, das sind nicht einfach nur drei Buchstaben, die ein Produkt eben „irgendwie“ besser als „nicht bio“ machen, nein, dahinter steckt jede Menge Arbeit, Know How und auch System. Im Falle der Andechser Bio-Molkerei Scheitz zeigt sich das im gesamten Produktsortiment. Diese veredelt nämlich bereits seit knapp 40 Jahren Bio-Milch zu rundum wertvollen Bio-Milch- und Käsespezialitäten. Im Fokus dabei steht immer „Natürliches natürlich zu belassen“. Der Weidezuschlag für die Landwirte, welche ihren Kühen den Weidegang gewähren ist ein nächster Schritt, der aufzeigt, wie wichtig es ist, das Tier bewusst und gesund zu halten. Denkt also das nächste mal an mich, wenn ihr vor dem Milch-Regal steht und intuitiv zur günstigeren Variante greifen wollt. Die Bio-Milch von der Andechser Bio-Molkerei Scheitz stammt ganz bestimmt von einer Kuh, die vorab vom Weidegang profitierte, sprich letztendlich für bessere Milch sorgte.

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Na, wenn die sich mal nicht freut….

Ach ja… wenn euch Fragen wie „Was bedeutet Weidegang für Kuh, Bauer und Milch?“, „Wie viel Zeit verbringen die Kühe draußen?“,  „Welchen Weg legen Kühe an einem Weidegang-Tag zurück?“ und vieles mehr interessieren, könnt ihr euch rund um das Thema Weidegang auf der Website der Andechser Bio-Molkerei Scheitz informieren. Und passend zum Thema ruft die Molkerei zudem ab dem 1. Juli zur „Kuh Challenge“ auf. Dort könnt ihr euch sportlich mit den Kühen auf der Weide messen …schon mal bei einem Sportwettbewerb gegen eine Kuh verloren? 😉 Alles weitere ab 1. Juni 2017 unter www.kuh-challenge.de

Eckdaten:
Bio-Landwirt: Naturland-Biobauernfamilie Pulfer, Traubinger Straße 65, 82327 Tutzing
Weitere Informationen 
zur Andechser Bio-Molkerei Scheitz

Bilder:

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