Das Restaurant heißt jetzt „HEIMAT FOOD zur SCHWALBE“. Der Artikel bezieht sich noch auf das zuvor ansässige Restaurant „Augustiner Schwalbe“.

Das Augustiner Schwalbe befindet sich in der Schwanthalerstraße in München – nicht wirklich zentral gelegen und von außen wenig einladen. Wir haben diese Lokalität aus dem Internet rausgesucht, da ich sehr Lust auf Salat mit Ziegenkäse hatte diese Restaurant anbot was ich wollte. Wir fuhren also mit dem Auto hin und suchten erst mal eine Weile einen Parkplatz. Nach dem wir eintraten – so gegen 13.30 am Samstag stellten wir fest, dass wir die einzigen Gäste in dem kleinen, urig-bayrischen Restaurant mit ca. 10-12 Tischen waren. An der Bar saß ein zeitungslesender Mann – der Koch, welcher uns direkt als wir uns einen freien Tisch ausgesucht hatten fragte, was wir trinken wollen. Wir nahmen Platz und bekamen von einem anderen freundlichen Herren die Speisekarten überreicht.

Vor unserer Anfahrt hatten wir vorab telefonisch reserviert, da teilte uns der freundliche Herr am anderen Ende der Leitung bereits mit, dass es „noch nicht so voll seie im Lokal“ – nach dem Eintreffen eine leichte Übertreibung. Reservieren braucht ihr also auf keinen Fall.

Das Lokal ist sehr schlicht und einfach gehalten: Dunkle Möbel, helle Holztische, ein wenig Weihnachtsdekoration auf den Fensterbrettern, eine bayrische Handzeichnung über der Eingangstür, kurze dunkle Bar, Geschirr in Maßkrügen auf den Tischen und dezentes Licht. Alles in Allem nicht ungemütlich, aber auch seltsam als einziger Gast mit meiner Begleitung am Wochenende zur Mittagszeit im Speisebereich zu sitzen.

Die Speisekarte bietet eine gute Mischung an Gerichten: Vorspeisen, Hauptspeisen, Salate, Suppen, Desserts und natürlich diverse Getränke und Biersorten. Wir entschieden uns für eine Kürbissuppe mit Brot, bestellten aber die Schlagsahne dazu ab. Dafür, dass wir wirklich die einzigen Gäste waren dauerte die Suppe länger als erwartet – ca. 15 Minuten. Umso köstlicher war sie im Geschmack: Sehr intensiv und kräftig im Geschmack, mit Kürbiskernöl verfeinert und von der Portion her ausreichend für zwei Personen als Vorspeise. Das dazu gereichte Brot war frisch, weich und köstlich.

Als Hauptgerichte wählten wir einen Salat mit zwei Stück in Sesamkruste paniertem Ziegenkäse und Cordon bleu mit Bratkartoffeln. Das Essen kam ca. 15 Minuten nach dem der leere Suppenteller von unserem Platz abgeholt wurde. Das Cordon Bleu war sehr dünn und am Anfang dachten wir es handle sich um ein einfaches Schnitzel. Die Bratkartoffeln waren sehr köstlich, mit kleinen Speckstückchen und Kräutern, das Fleisch mit Schinken und Käsefüllung war ebenfalls zart, ausreichend und bekömmlich. Der Salt war eine sehr große Portion. Ich schaffte nicht einmal die Hälfte des Ziegenkäse und kratzte die viel zu salzige und dicke Sesamkruste ab, bzw. kratzte ich den Ziegenkäse raus. Leider schwamm der Käse und die viel zu großen Salatstücke Kopfsalat mit Sojasprossen, Paprika, Tomate und Graupe in einem sehr soßig, ölig-flüssigem Dressing. Ich schaffte den Salat nicht ganz und lies viel stehen. Am Schluss war im Teller ca. 2 cm hoch soßiger Rest – nicht so lecker.

Das Personal war sehr freundlich, wenig anwesend und insgesamt war es ein sehr „stiller“ und unspektakulärer Restaurantbesuch. Wir bezahlten im Augustiner Schwalbe mit Trinkgeld 39 Euro via Kartenzahlung. Das Cordon bleu mit 13,80 Euro war nicht preiswert und grenzwertig. Der Salat für 10,80 Euro war auf Grund der Menge in Ordnung, jedoch nicht sooo köstlich angerichtet. Die Suppe mit 5,20 Euro war preislich angemessen, da wirklich sehr köstlich. Für zwei Getränke je 0,5 Liter bezahlten wir außerdem 6,60 Euro. Alles in Allem gibt es im Augustiner Schwalbe nicht wirklich etwas auszusetzen, jedoch würde ich für bayrische Küche evtl. nicht nochmal kommen. Sicherlich war das Essen lecker, die Bedienung freundlich und der Preis noch im Rahmen, aber wirklich unbedingt nochmal hinziehen tut es mich nicht.


Ich komme wieder: Grundsätzlich ja, aber ich würde erst mal ein anderes, näheres bayrisches Lokal mit etwas mehr „Leben in der Bude“ bevorzugen.

Besuchte Lokalität: Augustiner Schwalbe bzw. jetzt HEIMAT FOOD
Adresse: Schwanthalerstraße 149, 80339 München
Website

Bilder: