+ + + Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem avva Restaurant. Vielen Dank! + + +

avva Restaurant und Weinhandlung

Blumenkohlsuppe mit Fasanenbrust

avva Restaurant – Wer gerne gute Weine trinkt und dazu noch eine neue und außergewöhnliche Küche kennenlernen möchte, der dürfte sich über diese Neueröffnung ganz besonders freuen. Seit knapp sechs Wochen nämlich hat die Münchner Isar- bzw. Ludwigvorstadt einen neuen kulinarischen Hotspot. Wo vor einigen Monaten noch das Coco de Mer ansässig war, erwartet euch nun in neuem Glanz das „avva Restaurant und Weinhandlung“. Ich war vor Ort, habe mich mit der äußerst charmanten Inhaberin Preshika Wright über die Entstehung, Philosophie und die Küche des Restaurants unterhalten, sowie natürlich verkostet. Der Fokus des Restaurants sind südafrikanische Weine sowie moderne europäische Küche mit starken Einflüssen aus der südafrikanischen Küche. Die Gerichte sind inspiriert durch südafrikanische Aromen, Gewürze und Zutaten und werden modern interpretiert zusammengestellt und serviert. Eine ideale und wirklich einzigartige Mischung aus neuen Komponenten und bekannten Geschmäckern wird dadurch geboten. Im avva Restaurant zählt das gesamte Erlebnis: Die Kombination aus gutem Essen, professionellen Service, kompetenter Beratung bei den Speisen und Weinen sowie die gemütliche Atmosphäre während des Aufenthalts.

avva Restaurant und Weinhandlung

Der Speiseraum

Das Ambiente im avva Restaurant

Das avva (übersetzt: Großmutter) hat Anfang Oktober 2016 eröffnet. Es unterteilt sich in einen gut sortierten Weinhandel für südafrikanische Weine,  einen abgetrennten Sitzbereich mit großem rundem Tisch für separate Gruppen und den großzügigen Restaurantbereich mit ca. 15 Zweier- und Vierertischen. Die Räumlichkeiten sind gemütlich und einladend. Den besten Eindruck bekommt ihr bei einem Blick in die untenstehende Bildergalerie: Dezente Lichtquellen, Original Parkettböden, tief-orangefarbene Wände und hohe Decken, schick eingedeckte helle Holztische mit frischen Blumen, gefüllte Weinregale, kreative Lampen und persönliche Fotografien an den Wänden im Barbereich. Ich fühlte mich direkt nach dem Eintreten bei meinem ersten Besuch wohl. Auch, weil man als Gast sofort wahrgenommen wird, einem die Garderobe abgenommen und man zu seinem Tisch geführt wird.

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Mein Liebling des Abends: Ein 2015er Pinot Noir von Newton Johnson

Speise- und Weinangebot, Auswahl und Bewertung

Die Speisekarte ist übersichtlich gestaltet und gliedert sich in Suppen, Vor- Haupt- und Nachspeisen. Zu Beginn gab es als Aperitif einen spritzigen 2009er Avondale, Armilla sowie ein Körbchen mit zweierlei hausgemachten Brotsorten – nämlich ein in der Pfanne frittiertes „Vetkoek“-Brot, sowie ein vom Chefkoch gebackenes Weißbrot. Der erste Gang war eine im flachen Blechteller servierte, köstliche Blumenkohlsuppe mit Nougat verfeinert, Fasanenbrust, sowie Zimtlüftchen. Ein sehr gelungener Einsteig. Auch gefiel mir der Stilbruch zwischen schicker Anrichte und einfachem Geschirr.  Als nächsten Gang gab es vom Chefkoch (auf einer runden und  geviertelten Fliese als Teller) eine angebeizte Makrele im Escabeche-Stil mit Brioche- und Bacon-Croutons, Kapern, Estragon und Zimt-Kartoffeln serviert. Hier hat mir neben dem persönlichen Erscheinen von Chefkoch Luke Rogers am Tisch besonders gut gefallen, dass die einzelnen Komponenten des Gerichtes gut schmeckbar waren und zugleich als Geschmackskombination im Mund ideal harmonierten.

Der dritte Gang wurde dann von einem ersten südafrikanischen Weißwein vom Weingut Arendsig begleitet (Arendsig, Site Specific, 2013, Inspirational Batch 3) begleitet. Inspiration Batch Weine von Arendsig stammen alle samt von Weinbergen mit einzigartigem Boden, perfekten Klima und idealer Lage. Während der Fermentierung wird natürliche Hefe und keine Enzyme verwendet, die Reifung erfolgt in neutralen Gefäßen um die Einzigartigkeit dieses Weines bleibt natürlich erhalten. Zum Wein gab es in kleine Töpfchen aufgteilte Miesmuscheln mit Gremolata und Piri-Piri (eine bestimmte Sorte Chilischote). Regulär werden die Muscheln als Spezialität des avva Restaurant in großen Töpfen (1 Kilo für 2 Personen für regulär 17€ pro Person) serviert. Zugleich sind die Muscheln auch mein Tipp für euch. Bestellt euch diese unbedingt. Dazu gibt es noch ein frisches „Pottbrot“ im separaten Töpfchen (ein typisch afrikanisches Brot, das traditionell in alten Blechdosen gebacken wird). Schon allein für eine Portion Muscheln mit frischem Brot und einem Glas Wein lohnt sich ein Besuch.

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Zackenbarsch mit Pulpo und Herbstgemüse

Danach gab´s ein kleines kulinarisches Päuschen und als idealen Übergang zum Rotwein ein Gläschen kräftigen Rosé Saignée 2014 „SIJNN“ für mich. (Saignée bedeutet wörtlich „Aderlass“ und bezeichnet eine bewährte Methode zur Bereitung von Roséwein, bei welcher ohne Pressung 10-20% des Mostes abgezogen werden und dann zu Roséwein weiter vergoren werden.) Wenn ihr im avva seid solltet ihr nach dem Roséwein fragen und euch meiner Meinung nach grundsätzlich in Sachen Wein zu jedem Gang beraten lassen – so habt ihr noch mehr von eurem Menü. Ich zumindest tat dies auch für meinen vierten und nächsten Gang: Wildschwein Bobotie (eine Art „Hackbraten“ aus Südafrika) mit Bananencreme und Puffreis. Dazu wurde ein Glas Rotwein serviert, welcher zugleich der klare Favorit des Abends für mich war. Ein südafrikanischer 2015er Wind and Sea Pinot Noir von Newton Johnson. Wenn ihr Rotwein mögt, werdet ihr den kräftig intensiven Rotwein lieben. Erwähnenswert an dieser Stelle: Im avva könnt ihr in der Regel auch Weine, die euch besonders interessieren und nur flaschenweise angeboten werden verkosten, ohne zwingend die ganze Flasche kaufen zu müssen.

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Lammfrikando

Es folgte ein Zackenbarsch mit Krustentier „Dongo Dongo“, Pulpo (Oktopus) und saisonalem Herbstgemüse (als reguläres Hauptgericht 27€) – einer meiner Lieblingsgänge, da er sehr deutlich die erwähnte Kombination aus neuen Geschmäckern und bekannten Zutaten aufzeigte und mir vorzüglich schmeckte. Bevor es dann an das ebenfalls sehr außergewöhnliche Dessert ging, bekam ich noch eine kleine Portion vom Lammfrikando mit Linsen, Cashew Curry, Portobello Pilze und Papaya (als reguläres Hauptgericht 27€). Das Fleisch war butterzart und in Kombination mit den Linsen und Pilzen ein kulinarischer Volltreffer. Last but not least – Zucker geht ja bekanntlich immer: Das Dessert. Meine Begleitung und ich bekamen zwei verschiedenen Varianten serviert. Einmal eine Milk Tart mit Kokos Curry Eis und Pistazien (reguläre Größe 9€), sowie eine Feigen Tarte Tartin mit Kardamom-Eis. Dazu gab´s einen Espresso Macchiato und einen Cappuccino. Ein sehr süßer, aber auch sehr gelungener Abschluss. Selbst im Dessert spiegelte sich das Konezpt des Restaurants wieder: Bekannte Geschmäcker gepaart mit neuen Flavours, wie z.B. dem Kokos Curry Eis.

(Schaut euch am besten die Bilder der einzelnen Geichte an. Bedenkt bitte, dass die meisten davon kleinere Portionen der einzelnen Gerichte zeigen, da ich gemeinsam mit meiner Begleitung viel probierte und nicht immer voll allem die reguläre Portion bestellte. Am Nachbartisch zum Beispiel saß eine Dreiergruppe, welche drei Vor- und Hauptspeisen bestellte. Die Portionen waren großzügig und definitiv sättigend bemessen. Satt werdet ihr also auf jeden Fall.)

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2014er SIJNN Roséwein

Service, Weine und Co

Neben dem Essen zählt natürlich auch der Service. Die Servicemitarbeiter sind jung, kompetent und freundlich. Wasser wird am Tisch umgehend nachgeschenkt, zu den Weinen wird gerne auf Wunsch hin detailliert Auskunft gegeben und für das ein oder andere Späßchen ist ebenfalls Zeit. Steife Atmosphäre oder gar ein unangenehmes Ambiente sind im avva Restaurant absolut nicht der Fall. Wohlfühlen und genießen stehe auf der Tagesordnung. Neben zahlreichen südafrikanischen Weinen stehen auch 12 – 15 internationale Weine aus Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich auf der Weinkarte. Auch bei diesen Weinen achtet die Inhaberin stets auf die Auswahl kleiner und lokaler Weingüter, genauso wird auch bei der Auswahl der Zutaten stets auf regionalen Bezug geachtet. Kommt auf keinen Fall ins avva ohne Weine zu verkosten. Die Menükarte des Restaurants wechselt nicht regelmäßig im kompletten, sondern gleicht eher einer Art „Rolling Card“ – es kommen also immer wieder neue Speisen dazu, werden ausgetauscht und mit neuen Kreationen ersetzt. Spezialitäten, wie z.B. die Miesmuscheln bleiben dauerhaft auf der Karte.

avva Restaurant und Weinhandlung

Was für ein toller Abend…

Hardfacts und persönliches Fazit

Das Restaurant avva hat von Dienstag bis Samstag ab 18:00 Uhr (bis 01:00 Uhr) geöffnet. Parken ist mit dem PKW möglich, am besten auf der Thalkirchner Straße. Ansonsten bringen euch auch öffentliche Verkehrsmittel zu dem Restaurant. Kartenzahlung ist möglich, eine telefonische Reservierung (unter 089 139 276 503) macht in der Regel immer Sinn, auch wenn im avva auch für Spontan-Gäste stets versucht wird ein Plätzchen zu finden. Für private Veranstaltungen, Firmen-Events und Co kann das avva angemietet werden. (Anfragen ebenfalls telefonisch).

Nach meinem ausgiebigen Test kann ich euch einen Besuch im avva nur empfehlen. Hier stimmt sowohl das Preis-Leistungsverhältnis, als auch die Qualität der Speisen. Besonders überzeugt hat mich auch der Fakt, dass im avva nur absolute Top-Qualität auf den Tellern landet. Gibt es eine bestimmte Zutat zum Beispiel nicht in der gewünschten „avva-Qualität“ zu kaufen, wird das Gericht gar nicht erst auf die Karte genommen. Für Wein-Liebhaber dürfte das avva wie erwähnt ein wahrer Zugewinn in München bedeuten. Man schmeckt bei jedem Gang die Liebe zum Detail deutlich heraus. Schaut unbedingt vorbei und lasst liebe Grüße von mir da. Ach ja….hier gibt es außerdem die coolste Lampe der ganzen Stadt – ihr werdet sicher sofort erkennen, wovon ich spreche.

Besuchte Lokalität: avva Restaurant
Adresse: Dreimühlenstraße 30, 80469 München
Website und Facebook

 

Bilder: