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Genussreise Tegernsee 10

Die gesamte Gruppe

Genussreise Tegernsee – Folgend mal ein etwas anderer Artikel. Ansonsten berichte ich euch ja immer über Orte, Restaurants, Locations und auch Produkte die ihr testen solltet. Im Endeffekt ist es hier genauso. Ich beschreibe euch aber eine von mir dreitägige, durchgeführte Presse- bzw. Genussreise am Tegernsee. Immer wieder gebe ich euch auch Tipps in dem Artikel. Lest euch rein und entdeckt auch ihr den Tegernsee ganz neu. Dafür braucht man nicht mal immer nasse Füße… 😉 Viel Spaß.

Der Tourismusverband Tegernsee hat mich und andere Kollegen auf eine spannende dreitägige Presse- und Genussreise an den Tegernsee eingeladen. Drei Tage lang erlebte ich den mir von Wochenendausflügen bekannten Tegernsee auf eine für mich völlig neue, facettenreiche und bunte Art und Weise – und das, ohne auch nur ein einzige Mal direkt am Wasser gewesen zu sein. Ja richtig, der Grund weswegen wohl die meisten Münchner raus an den Tegernsee fahren – zum Entspannen am See – war so gar nicht Teil der Genussreise. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: „Ja wie…und was habt ihr dann da die ganze Zeit gemacht? Im Hotel gesessen?“ – von wegen! Die Gruppe erwarteten drei spannende und abwechslungsreiche Tage mit Wild, Fisch, Wein, Schnaps, Sushi und vielem mehr. Ich will euch darüber berichten.



Genussreise Tegernsee – das Programm

 

Genussreise Tegernsee 1

Die Aussicht vom Gut Kaltenbrunn

Genussreise Tegernsee – Station 1: Gut Kaltenbrunn – Das erste Abendessen inklusive Edelbrand- und Likörverkostung
Die erste Station der Genussreise war ein Abendessen innerhalb des wunderschön gelegenen Restaurants „Gut Kaltenbrunn“ – eine Käfer Gastronomie. Serviert wurde bei unserem Besuch regionale Küche. Zuerst lauwarme geräucherte Luisenthaler Forelle mit Blüten- und Vogerlsalat, danach Spanferkel mit Bayrisch´Kraut, zweierlei Knödeln und Dunkelbiersauce, sowie als süßen Abschluss einen Kaiserschmarrn mit Zwetschgenkompott, Vanillesauce und Apfelmus. Das Menü machte ordentlich satt und – ich gebe es zu – nach der anstrengenden Anreise und dem langen Tag für mich vorab ziemlich träge, schmeckte aber gut. Da kam die anschließende, kleine Schnapsverkostung durch „Fischerweber´s Edelbrände & Liköre“ vom Tegernsee genau richtig. (Dazu später nochmals mehr.) Nach einem ausgiebigen Abendessen inkl. traumhaften Ausblick und Sonnenuntergang auf den Tegernsee ging es dann wieder zurück in unserer Bleibe für die nächsten zwei Nächte, das Hotel Bachmair in Weissach. Ein wirklich wunderschönes Hotel mit toller Anlage, Terrasse und Gastronomie. Gesättigt, müde und neugierig bezüglich den bevorstehenden Tagen gings ins Bettchen im separaten Schlafzimmer – ganz für mich allein. Wie schön. (Mein Tipp: Macht hier wirklich mal Urlaub. Auch wenn ihr Münchner seid. Balsam für die Seele, wunderschöne Zimmer und tolle Gastronomien, sowohl im Hotel als eben auch in unmittelbarer Umgebung!)

Genussreise Tegernsee Brot und Kraeuter Likoer

Selbstgebackenes Brot mit Kräuterlikör

Genussreise Tegernsee – Station 2: Kräuterwanderung
Am nächsten Tag ging´s Früh los. Erst mal ein ordentliches Frühstück im Hotel. Wow! Ein tolles Büffet mit großzügiger Auswahl und wirklich allem, was man sich am Morgen nur wünschen kann. Sogar glutenfreies Brot und Müsli, laktosefreie Joghurts, vegane Köstlichkeiten, Humus und Co wurde angeboten. Genauso wie diverse Gebäcke, Käse- und Wurstsorten, Früchte und vieles mehr. Der Wettergott meinte es gut mit uns und so konnten wir sogar draußen im gemütlichen Hotelgarten frühstücken. Gestärkt ging´s in festen Schuhen zur Kräuterwanderung entlang der Weissach. Geleitet wurde die äußerst interessante Kräuterwanderung von einer erfahrenen Kräuterpädagogin (Claudia Bernhardt). Ich lernte, dass es über 30 Sorten essbaren Löwenzahn gibt, roch am Spitzwegerich und erfuhr, dass es einen nach einer Hand voll Heckenkirsche mausetot um haut. Auf halber Strecke verkosteten wir selbst gebackenes Brot und köstlichen Kräutersirup, zusammen mit zwei verschiedenen Sorten selbst vor Ort gemachter Kräuterbutter. (Wusstet ihr, dass ihr dazu nur die richtige Milch mit den gewünschten Kräutern schütteln müsst wie bekloppt – und schwups ist die eigene Butter mit individueller Note fertig.) Auf der Kräuterwanderung lernten wir viel über Kräuter, deren Heilkraft und Anwendungsbereiche.

Genussreise Tegernsee Kaeseraum

Ein Blick in den Raum mit zahlreichen Käselaiben

Genussreise Tegernsee – Station 3: Naturkäserei Tegernsee
Zugegeben, eine Station auf die ich mich mitunter am meisten freute. Erstens ist es schon seit Jahren ein Traum von mir gewesen eine Naturkäserei zu besuchen, zum anderen eilt der Ruf der Tegernseer Naturkäserei ja auch mächtig voraus. Von der Kräuterwanderung aus landeten wir in der 10 Jahre alten Naturkäserei. Wir schauten uns die gesamte Käserei an, konnten einen Blick auf die Produktion werfen und natürlich auch – in Form eines riesigen Käsebrettels – probieren was das Zeug hält. Hergestellt wird der Käse aus der Tegernseer Milch. In der Naturkäserei könnt ihr natürlich Käse, aber auch die Milch, Joghurt und Co erwerben. Ganz besonders toll: Der Alte Bergkäse. Wenn ihr mal wieder da seid, dann macht hier auf jeden Fall einen Abstecher hin. Wenn sich bei euch auch die Sonne blicken lässt, könnt ihr sowohl draußen, als auch drinnen im Obergeschoss Platz nehmen und Käse in Top-Qualität genießen. Ich hab mir natürlich gleich zwei Stückchen Käse mit nach Hause genommen und ordentlich geshoppt. (Mein Tipp: Vorbei kommen und Käse kaufen oder zumindest verkosten. Der Alte Bergkäse ist der Hammer! Hier lässt es sich auch wunderbar hin wandern, dann könnt ihr euch euren Käse auch wirklich „verdienen“. ;-))

Genussreise Tegernsee 4

Verkostung verschiedener Edelbrände mit Hr. Huber

Genussreise Tegernsee – Station 4: Destillerie Fischerweber | „Fischerweber´s Edelbrände & Liköre“
Immer noch der gleiche Tag, gesättigt vom Frühstück, den selbst gebackenen Brot mit ebenfalls selbstgemachter Kräuterbutter und reichlich Naturkäserei-Heumilch-Käse ging´s weiter an einen meiner neuen „Tegernseer Lieblings-Hotspots“. Spätestens hier wurde mir bewusst, wie unglaublich viel man am Tegernsee erleben kann und eigentlich gar nicht weiß, was es alles für tolle Ecken, Köstlichkeiten und in diesem Fall eben auch Edelbrände und Liköre es hier gibt. Wir schauten nämlich in der Destillerie von Hausherr Anton Huber vorbei – ihr erinnert euch am ersten Abend die Verkostung nach dem Dinner – und ließen uns hier nochmals vertieft die Brennanlage zeigen, stellten Fragen und – natüüürlich! – verkosteten auch. Kaum einer der Gruppe verließ den kleinen Verkostungsraum inklusive Shop ohne Tüte. Ich selbst nahm mir meine zwei absoluten Favoriten des Besuchs vor Ort mit (Kakaonusslikör | 25% Vol und Waldhimbeergeist | 40% Vol). Mein Tipp: Wenn ihr in Rottach-Egern seid, schaut unbedingt dort vorbei. Herr Huber nimmt sich mit viel Herzblut der Sache an und erklärt euch im Detail worauf es ankommt bei guten Edelbränden und welcher am besten wozu passt. Nicht vergessen!

Genussreise Tegernsee 5

Frisches Gämsefleisch in der Pfanne

Genussreise Tegernsee – Station 5: Wildgerichte im Almgasthaus Café Aibl
Wie ihr bemerkt haben dürftet dreht sich bis dato wirklich alles um den kulinarischen Genuss. Ganz so, wie ich das mag. Genauso köstlich gings gegen frühen Abend hin auch weiter. Wir fuhren zusammen zum sowohl bei Einheimischen, als auch Touristen beliebten Almgasthof Café Aibl auf den Berg. Abgesehen von der tollen Terrasse, samt musikalischem Programm (Akkordeon und Gitarre) für uns, erwartete uns ein grandioses Wild-Dinner-Menü. Bevor es aber ans Verspeisen der Köstlichkeiten ging durften wir einen Blick in die Küche des Betreibers Georg Ertl werfen. Dampfende Töpfe, zischende Pfannen, hier und da wird umgerührt und abgeschmeckt. So stellt man sich das vor. Direkt daneben zeigte uns der renommierte Jäger Michael Hermann wie die extra für uns erlegte Gämse zerlegt wird. Auch hier gebe ich zu…nichts für schwache Nerven, zugleich aber sehr interessant und Anlass für mich gewesen nochmals neu über den Ursprung von „Fleisch auf dem Teller“ nachzudenken. Einfach nur gedankenlos essen, vielleicht sogar einen Großteil auf dem Teller übrig lassen ohne nicht über die Herkunft und eben die voran gegangenen Arbeit (Jagd, Fell abziehen, zerlegen, anbraten, etc.) ist danach kaum mehr möglich. Ich habe dadurch nochmals schätzen gelernt, was es bedeutet – in diesem Fall – frisches und qualitativ hochwertiges Wildfleisch auf dem Teller vor sich genießen zu können. Zu essen gab´s erst einmal einen wirklich guten, wenn auch sehr deftigen Kaspressknödel, dann Wildgulasch mit Knödel, Bandnudeln Wild und am Schluss zwei verschiedene Arten Kaiserschmarrn. Die beiden Kaiserschmarrn von Abend 1 und Abend 2 waren in ihrer Machart und auch im Geschmack nicht wirklich vergleichbar und jeder hatte seinen Vor- und Nachteil. Empfehlen kann ich euch aber (auch weil ich inzwischen in beiden nochmals zum verkosten war) aber beide Locations. Köstlich war´s das ganze Menü und wie ihr euch denken könnt wieder der Einstieg ins „Schnitzelkoma“ (Wer´s nicht kennt: Schnitzelkoma entsteht immer dann, wenn man einfach zu viel gegessen hat und am liebsten zurück getragen werden will. ;-)) Müde, vollgefuttert und angereichert mit neuen Eindrücken fiel ich in mein Bett. Am nächsten Tag ging´s wieder früh los….

Genussreise Tegernsee 5

Herzogliche Fischzucht Wildbach Kreuth

Genussreise Tegernsee – Station 6: Herzogliche Fischzucht Wildbach Kreuth
Rückblickend betrachtet war der Besuch in der über 150 Jahre alten (!) Fischzucht in Kreuth auch einer meiner Lieblingsstationen. Einmal, weil ich – ähnlich wie beim Zerlegen der Gämse – einen anderen Bezug zu dem Fisch auf meinem Teller bekam (er wurde für uns eben wie üblich erschlagen, ausgenommen, zubereitet, etc.), zum anderen, weil ich das so in dieser Form noch nie gesehen hatte. Überall Becken mit unzähligen unterschiedlich großen Fischarten (Stör, Albinoforelle, Lachsforellen…), viel interessantes Fachwissen vom ansässigen Personal und – natürlich! – 1A geräucherter Saibling – verputzt im gemütlichen Sitzbereich zwischen den Becken für die Gäste. Für unsere Gruppe war das Highlight sicherlich, dass wir in der Herzoglichen Fischzucht den Fisch für unseren anschließenden Sushikurs im Hotel-Restaurant (dazu gleich mehr) abholten. Frischer geht nun wirklich nicht. (Mein Tipp: Unbedingt vorbei kommen. Zum Beispiel nach einer Wanderung und sich mit superfrischen geräucherten Fisch stärken. Etwas anderes gibt es hier auch gar nicht.)

Genussreise Tegernsee 7

Das Mizu von innen

Genussreise Tegernsee – Station 7: Sushikurs im Hotelrestaurant „Mizu Sushi Bar“ (Bachmair Weissach)
Zurück mit unserem frischen Fisch im Hotel ging es für uns nach einer kurzen Verschnaufpause direkt ans Sushi machen. „Bayern vs. Japan“ – Das japanische Restaurant hat ca. ein Jahr eröffnet und ist schon jetzt im Tegernseer Kreis bekannt für exzellentes Sushi. Wir durften unter Aufsicht des führenden Sushikochs unser eigenes Sushi zubereiten. Maki, Nigiri und Uramaki wurden hergestellt – alles mit dem Fisch aus der Herzoglichen Fischzucht. Cool, oder? Auch hier wieder der Aspekt: Herkunft und Ursprung der Zutaten. Ein wirklich interessanter Zusammenhang für mich. Beim Sushi machen müssen wir alle noch üben. Der ein oder andere Patzer tat dem ganzen aber keinen Abbruch und wir genossen in großer Runde und vor Antritt unserer letzten Station eine riesige Auswahl an Sushi. Köstlich. Wer meine Beiträge verfolgt, der weiß, dass maximal 2-3 Tage ohne Sushi in meinem Leben vergehen. Die Station „Mizu“ war also wie für mich gemacht und ich konnte auch meine Sushi-Skills ein wenig auffrischen. (Mein Tipp: Wenn ihr das nächste Mal im Eck seid und euch etwas gönnen wollt, dann schaut euch doch bei der Gelegenheit sowohl das Hotel, als auch das Sushi Restaurant an. Eine eigene Terrasse gehört zu dem schicken Restaurant mit offener Sushiküche auch dazu.)

Genussreise Tegernsee 4

Verkostung bei Familie Liedschreiber

Genussreise Tegernsee – Station 8: Last but not least – Edelbrände der Familie Leidschreiber
Hier gab´s als süßen Abschluss eigens von der sympathischen Hausherrin gebackenen Kuchen und Kaffee und natürlich tolle Edelbrände in der Verkostung. Der Liedschreiber Hof liegt fern ab vom Tegernseer Touristentrubel und man kann gar nicht so recht glauben, dass nur einige Kilometer weiter das bunte Tegernseer Leben von statten geht. Herr Liedschreiber hat sich auf das Brennen von Edelbränden fokussiert, Frau Liedschreiber hat sich der Likörproduktion verschrieben. Wir probierten uns ordentlich durch und ich nahm mir am Schluss eine Flasche „Heumilchlikör“ mit nach Hause. Und da ging es dann auch hin: Nach Hause. Bepackt mit Edelbränden und vielen neuen Erkenntnissen verlasse ich den Tegernsee.

Genussreise Tegernsee 9

Auf der Terrasse des Almgasthaus Café Aibl

Zusammen gefasst kann ich sagen, dass diese Pressereise eine der spannendsten und umfangreichsten Reisen zum Kennenlernen neuer Produkte, Regionen und Restaurants war, die ich seit langem gemacht habe. Daumen hoch also an den Tourismusverband Tegernsee und dieses zwar sehr straffe, aber gut organisierte Programm. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder mit dabei bin und wir Halt bei einer der tollen Tegernseer Patisserie machen. 😉 




 

Weitere Bilder der Reise: