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Vor einiger Zeit war ich gemeinsam mit meiner Begleitung in Haidhausen im Il Cigno Ristorante Abendessen. Eigentlich hatte ich Lust auf bayrisches Essen, aber da mir an dem Abend sehr kalt war sind wir dann spontan und ohne vorherige Reservierung ins Il Cigno nahe des Münchner Ostbahnhofes gegangen. Insgesamt eine gute Entscheidung.

Das Lokal war bei unserem Besuch so gut wie ausgebucht und alle der ca. 30 mit weißem Tischtuch versehenen Tische waren mit Gästen besetzt. Wir wurden an einen kleinen Tisch im vorderen Teil geführt, welcher zwar sehr eng an die anderen Tische ran gestellt, aber dennoch gemütlich war. Sofort als wir vorab das Lokal betraten, kam ein freundlicher Kellner auf mich zu und sorgte dafür, dass wir nicht lange warten mussten.

Das Restaurant hat ein sehr nettes und gemütliches Ambiente: Hohe Decken mit Original Stuck, große Torfenster, viel italienisch, traditionelle Dekoration (wie z.B. ein altes, italienische Moped auf dem Fensterbrett, Nudelsiebe an den Wänden, Getreidebüschel in den Ecken, u.v.m.). Dazu dunkle Holzvertäfelungen, freundliche Stimmung durch Kerzenlicht und leise Musik im Hintergrund, welche leider durch die Beschwerde eines genervten Gastes ausgestellt wurde (Der sollte mal in ein indisches Restaurant gehen! ;-)). Insgesamt herrscht eine gemütliche Atmosphäre vor und obwohl die Tische wie erwähnt sehr eng stehen und man ein wenig beim Nachbarstisch mithören kann bzw. muss, fühlten meine Begleitung und ich sich wohl.

Ich bestellte nach der Durchsicht der Speisekarte einen Antipastiteller als Vorspeise. Dieser war nichts weltbewegend Außergewöhnliches, aber durchaus lecker, ansprechend angerichtet und ich würde ihn wieder bestellen. Dieser war bestückt mit den typischen, italienischen Köstlichkeiten, welche man bei Antipasti erwartet (siehe Foto). Meine als Hauptgericht gewählten Trüffelnudeln, die nicht auf der Karte zu finden waren, sondern auf der zusätzlichen Wochenkarte an der Wand, waren leider ziemlich teuer und ich war kurz am überlegen ob mir Nudeln überhaupt fast 20 Euro wert sein können. Ich entschied mich für „Ja“ 😉 , entschied mich für diese und bekam die mitunter besten Trüffelnudeln, die ich je gegessen habe – kann ich euch also auf jeden Fall empfehlen. Etwas sparsam waren die Trüffelscheiben auf den Nudeln zwar schon verteilt, aber es war reichlich Trüffelöl an den Nudeln. (Ich weiß, dass Trüffelöl in Kennerkreisen eher etwas verpönt ist, dennoch war ich in dieser Kombination recht zufrieden mit meinem Gericht.) Die von meiner Begleitung bestellte Pizza war auch lecker – nicht zu lasch oder rösch – und reichlich mit Pilzen, Schinken, Oliven und Käse belegt. Der Teig war außerdem weder zu dünn, noch zu dick. Mir persönlich taugt es nicht, wenn eine Pizza in der Mitte so dünn ist, dass man eigentlich gar nicht mehr schneiden sondern eher reissen muss, andererseits mag ich es auch nicht, wenn ich das Gefühl habe ich hab mir eine Cheesy-Pizza im Pizza Hut mit extra dickem Boden bestellt. 😉

Die Kellner waren sehr freundlich und dennoch zurückhaltend im Hintergrund. In letzter Zeit erlebe ich es – gerade in etwas besseren Restaurants – im häufiger, dass die Kellner alle 5 Minuten an den Tisch kommen, nachfragen ob Alles passt, das Wasser nachgießen, das Teelicht auswechseln, die Blumen zurecht rücken 😉 etc.. Klar, alles Gesten des guten Services, aber auch leicht übertrieben und man fühlt sich leicht beobachtet und – zumindest ich – ständig gestört. Am Anfang mussten wir nach dem Bestellen leider eine Weile auf unsere Getränke warten – was sicherlich auch am Freitagabend und dem voll besetzen Lokal lag. Was mir zusätzlich positiv auffiel und ich gerne erwähnen möchte: Ich hatte bei meinem Hugo zusätzlich nach einem Strohhalm gefragt und der Kellner brachte diesen ohne ihn direkt mit den Fingern zu berühren auf einer Serviette. Leider musste ich es schon öfter erleben, dass die Kellner nach meiner Nachfrage den Halm einfach in mein Getränk steckten und auch noch dort anfassten, wo ich ihn gleich in den Mund nahm – nicht fein und hier um so besser, denn hier wurde meinem Hygiene-Fimmel jedoch Genüge getan. 🙂

Das gewählte Dessert – die Tiramisu war ausgezeichnet. Eigentlich wollte ich nicht mitessen, da ich kein wirklicher Tiramisu-Fan bin, jedoch konnte ich nach meiner „Testgabel“ gar nicht mehr aufhören. Also auf jeden Fall bestellen, wenn ihr da seid.

Mit fast 50€ kein allzu günstiges Abendessen jedoch sehr zu empfehlen für leckeres Essen und italienisches Ambiente. So um 21:45 Uhr wurde es dann auch ruhiger und man konnte noch entspannt ratschen und seinen Hugo (nach dem Umrühren ;-)…) genießen. Geeignet für romantische Dates, Abende mit Freunden, Kollegen oder auch Kunden. Alles in Allem ein sehr klassischer, zu empfehlender Italiener.

Ich komme wieder:  Ja, vor allem für leckere Trüffelnudeln und wenn ich entspannt in gemütlichem Ambiente essen möchte.

Besuchte Lokalität: Il Cigno Ristorante und Pizzeria
Adresse: Wörthstraße 39, 81667 München
Website:  nicht vorhanden

 

Bilder:

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