Das Joe Pena´s ist relativ bekannt in München und die Restaurantkette gibt es auch in den unterschiedlichsten deutschen Städten wie Augsburg, Frankfurt, Mannheim, Sindelfingen und Co. Das Restaurant ist spezialisiert auf mexikanische Küche und bietet alles mögliche an mexikanischen Speisen an was ihr euch vorstellen könnt. Ich war vor einiger Zeit mit meiner Begleitung vor Ort, weil wir eine Weile in der Innenstadt herumirrten und nicht so wirklich etwas zum Essen fanden, das uns zusagte. So landeten wir eher ungeplant und spontan in dem Restaurant. Von draußen dachten wir zu erst, dass das Restaurant nicht geöffnet hätte, da es stockdunkel wirkte. Dann nahmen wir die aufgestellten Tische im Freien wahr, sahen genauer hin und bemerkten sehr dämmriges Licht im Inneren. Wie gesagt: Wir waren hungrig und liefen viel herum, darum entschieden wir uns zum Eintreten in das wenig einladend wirkende Restaurant – zumindest ist das meine Meinung.

Auch nach dem Eintreten und Platznehmen blieb es dunkel. 😉 In Restaurants herrscht ja oft eher dämmriges Licht um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen – im Joe Pena´s ist es allerdings in meinen Augen zu finster. Wir standen ein wenig im Eingangsbereich herum, welcher mit einer ebenfalls dunklen Holzbar und einfachen Holzbarhockern ausgestattet ist. Kurz darauf wurden wir von einem netten Kellner angesprochen. Wir teilten diesem mit, dass wir nicht reserviert hatten und bekamen einige freie Tische zur Auswahl. Wir entschieden uns für einen kleinen Zweiertisch im hinteren Bereich des Restaurants. Der Speisebereich besteht insgesamt aus einem großen Raum mit zahlreichen (ca. 30) Tischen für zwei Personen, aber auch für größere Gruppen. Als wir eintraten war noch relativ viel frei, jedoch wurde es immer voller im Laufe des Abends und als wir gingen war so gut wie jeder Tisch besetzt. An den Wänden hängen Blechschildchen mit Pin up-Girls, ein riesiger Schwertfisch aus Kunststoff, eine Kreidetafel mit entsprechenden Angeboten und kleine Dekorationselemente. Die Tische sind einfach und ebenfalls dunkel. Auf ihnen liegen schon beim Platznehmen die umfangreichen Cocktailkarten, die regulären Speisekarten wurden uns von dem freundlichen Kellner gebracht. Diese sind recht umfangreich. Es gibt von gefüllten Quesadillas, unterschiedlichsten Fajitas, verschiedenen Burger-Variationen, über Pescados bis hin zu Entradas und unterschiedlichen Steaks alles was ihr euch nur vorstellen könnt.

Wir entschieden uns für eine Cola Light und ein stilles Wasser (0,2l/2,80€). Die Cola Light (0,4l/3,20€) war dann letztendlich Pepsi Light und ich bin mir nicht ganz sicher, ob es überhaupt Light war. Leider – was natürlich Geschmacksache ist – kam mein Getränk in einem Krug mit Henkel. Ich finde Cola gehört in ein normales Glas. Bei mir entsteht da immer schnell der Eindruck ich sitze in irgendeiner einfachen Spelunke am Straßeneck, aber gut. Uns wurden vor der Getränkebestellung auch Cocktails angeboten, da die Happy Hour täglich von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr stattfindet. Wir entschieden uns jedoch dagegen. Beim Essen auswählen brauchten wir ein wenig länger. Auf Burger – es gab auch eine vegetarische Variante – hatte ich keine Lust und auch die meisten anderen Gerichte lachten mich nicht wirklich an. Nach einigem Hin- und Hergeblättere entschied ich mich dann für die vegetarischen Enchilada Espinaci (für 13,90€) – drei mit Käse und Spinat gefüllte Rollen mit unterschiedlichen Dips und Beilagensalat. Meine Begleitung entschied sich für Enchill de Pollo (für 13,50€) – sowas Ähnliches mit Fleisch ;-). Die beiden Hauptspeisen wurden sehr zügig nach der Bestellung serviert. Folgende Einschätzung rührt natürlich wieder auf persönlichen Eindrücken, jedoch gefiel mir mein Essen schon optisch, direkt nach dem Abstellen nicht. Ich mag es nicht, wenn Essen komplett in Sauce oder Dip schwimmt, bzw. komplett davon verdeckt ist. Ich mag es lieber ein wenig getrennt und so, dass ich das Gericht wenigstens noch erkenne oder einzeln schmecken kann. Das war hier leider nicht der Fall und ich musste meine gefüllten Teigrollen erst mal unter den Massen an Dip und Guacamole suchen. Diese waren dann geschmacklich auch nicht wirklich was Besonderes und schmeckten recht matschig und fad.

Das Essen meiner Begleitung war geschmacklich auch kein Reisser. Ebenfalls viel zu soßig, wodurch es auch etwas matschig wirkte. Auch geschmacklich riss es nicht vom Hocker. Recht viel mehr kann ich dazu leider gar nicht sagen, wir würden es auf jeden Fall beide nicht wieder bestellen und auch nicht wieder kommen. Der Service war in Ordnung und bemüht und ich fand es zum Beispiel positiv, dass er uns auf die Happy Hour aufmerksam machte. Als wir dann bezahlen wollten dauerte es zwar eine Weile und der Kellner kam mit dem Beleg, welcher die Speisen des Pärchens vom Tisch nebenan enthielt, berichtigte den Fehler dann rasch und wir konnten vorne an der Bar mit Karte bezahlen. Für zwei Hauptgerichte und zwei sehr einfache Getränke bezahlten wir 35€ mit Trinkgeld. Geöffnet ist Joe Pena´s täglich von 17:00 Uhr bis 01:00 Uhr. Evtl. versuche ich es ja irgendwann nochmals für einen Cocktail. Ich will euch das Restaurant auf keinen Fall direkt ausreden – ich mag einfach kein „zu soßiges“ Essen, bei dem man nicht mehr erkennt, was man gerade verzehrt und bin auch – wenn ich ganz ehrlich bin – einfach nicht der größte Fan der mexikanischen Küche. Solltet ihr jedoch große Fans von mexikanischem Essen sein, dann probiert es aus. Es gibt in meinem Bekanntenkreis auch einige Leute, die nur hier herkommen und von dem authentischen Essen schwärmen. Wie immer hat jeder seine eigene Meinung. Wenn ihr mutig seid: Probiert es aus. Evtl. schmecken ja alle anderen Sachen viel besser. 😉

Ich komme wieder: Erst mal nicht. Lieber versuche ich einen neuen Mexikaner. Gegebenenfalls nochmals für Cocktails.

Besuchte Lokalität: Joe Pena´s
Adresse: Buttermelcherstraße 17, 80469 München
Website:  Joe Pena´s

Service: 8 von 10
Ambiente: 7 von 10
Essen: 6 von 10
Preis-/Leistungsverhältnis: 6 von 10
Bewertung: 27 von 40

Bilder: