Osteria Bianchi Italiener Westend_1

Tagliatelle Emiliana

Osteria Bianchi – Sehr spontan und im privaten Rahmen war ich neulich mit meiner Begleitung in der Osteria Bianchi. Ein italienisches Restaurant, welches mir von einem Bekannten empfohlen wurde. Kürzlich also war es mal wieder so weit und mir war nach italienischem Essen. Vorab reserviert war nichts und so stöberte ich in meinen erhaltenen Restaurant-Tipps von euch. Ganz oben stand die im Westend gelegene Osteria Bianchi. Das Restaurant gibt es seit ca. 1,5 Jahren. Auf der Karte stehen typisch italienische Klassiker wie Pizza, Pasta, Fisch, Fleisch, Salate und vieles mehr. Ich entschied mich also gegen Nachmittag für einen Besuch am Abend anzurufen. Bei der telefonischen Reservierung wurde mir gesagt ich solle einfach vorbei kommen, nach meinem Namen wurde ich nicht gefragt.

Ambiente der Osteria Bianchi

Als wir dann nach ein bisschen Parkplatzsuche im Westend – das Restaurant liegt in der Gollierstraße 38 – eintraten, war ich erstaunt bzgl. der Größe und der fast vollständigen Besetzung des Restaurants. Zahlreiche 2er-, 4er- und Gruppentische waren bereits besetzt von bunt gemischten Publikum. Junge Gruppe, verliebte Pärchen, ältere Personen und auch Familien mit Kindern tummelten sich in dem Restaurant. Auch das Ambiente gefiel mir gut – die hohen Decken, die unverputzen Brickwallwände zwischen den großen, hellen Fenstern und zahlreichen Regale mit italienischen Snacks, Weinen und Co. im Speisebereich passen gut in das Gesamtbild des Restaurants. Eine locker-gemütliche Atmosphäre, weder zu schick, noch zu einfach wird geboten.



Osteria Bianchi Italiener Westend_1

Hugo und Sauvignon Blanc

Auswahl und Bewertung der Speisen

Nun gut…wir wurden direkt nach dem Eintreten wahrgenommen und nach der Reservierung gefragt. Als wir dann einen gemütlichen Vierertisch in einer der Ecken – das war mein Wunsch – zugewiesen bekamen, wurde sich auch direkt um uns gekümmert und die Karten gebracht. Wir bestellten die Getränke – einen offenen Weißwein (Sauvignon Blanc DOC „Torre die Vescovi“, Colli Vicentini, Venezie für 5,60€/o,2l) und einen Hugo. Ich hatte nach einem Ramazzotti Rosato Spritz, bzw. einem sommerlichen Getränk in Kombination mit diesem gefragt – gab es aber nicht und ich blieb beim Hugo. Dann widmeten wir uns der Speisekarte. Schlauerweise entschieden wir uns zuerst nur für eine Vorspeise und wählten nach dem Verzehr dieser erst die Hauptgerichte aus. Das kann ich euch nur empfehlen auch so zu machen, da die Vorspeisen recht groß portioniert sind und es sein kann, dass ihr danach vielleicht keinen Appetit oder Hunger mehr auf das davor ausgewählte habt.

Wir entschieden uns für eine vegetarische Vorspeisenplatte für zwei Personen (für 11,50€). Gebracht wurde uns dann auf dieser verschiedenes angebratenes Gemüse, Büffelmozzarella, Rucolasalat Oliven und Brot. Der Teller war sehr gut portioniert und machte schon ziemlich satt. Darum disponierten wir um und bestellten statt zwei Pizzen einmal Tagliatelle Emiliana mit Schinken, Erbsen, Champignons und Sahnesauce (für 8,90€) und einmal den Insalata Cesare mit gegrillter, Putenbrust, Parmesan, Kirschtomaten und Frischkäse (für 12,50€). Ich fragte nach, ob ich statt dem Fleisch ggf. Pfifferlinge bekommen könnte und mein Wunsch wurde erfüllt. Als die beiden Hauptgerichte – sehr rasch nach der Bestellung – serviert wurden, waren wir wieder überrascht bezüglich der Portionen. Seid euch hier also auf jeden Fall sicher, dass ihr satt werdet. Sowohl die Vor-, als auch Hauptspeisen sind fair portioniert. Die Pasta meiner Begleitung war schön al dente und fein angemacht. Für „Münchner Italienfans“ mag es etwas befremdlich wirken, dass der Käse – also nicht der separat gebrachte Parmesan, sondern der Käse, welcher schon auf den Nudeln lag – in einer ganzen Scheibe aufgelegt wurde. Nicht nötig in meinen Augen, aber nach dem Vermengen war der Käse dann wieder komplett untergehoben und gut verteilt. Die Sahnesauce war nichts „aufregendes“, ließ aber auch samt Champignons, Erbsen und massig Schinken keinen Spielraum für Kritik.

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Ein Teil des Restaurants innen

Mein Caesar-Salad war eine bunte Kreation. Das muss ich so sagen. Nicht, dass er nicht geschmeckt hätte – im Gegenteil, der Salat war sehr gut und auch die Portion Pfifferlinge war sehr groß – nein, es hatte nur überhaupt nichts mit einem Caesar-Salat zu tun. Weder Brot-Croutons noch Caesar-Dressing (,welches ich als ein solches erschmeckt und erkannt hätte) waren Teil des Salates. An der Seite lag ein großzügiges Häufchen gepfefferter Frischkäse, welchen ich mir gabelweise immer ein wenig mit den Pfifferlingen und dem Salat einteilte. Im Salat waren auch Tomaten und Oliven – eher untypisch für einen Caesar-Salad. Hätte ich jetzt also wirklich Vorfreude auf einen typisch italienischen Caesar-Salad mit Brotcroutons, schön Parmesan und entsprechendem Dressing erwartet, wäre ich enttäuscht gewesen. Da der Salat aber unglaublich köstlich war, die Pilze mehr als fair als Ersatz für das Fleisch portioniert wurden und auch ansonsten einfach ein guter Salat vor mir stand, war ich zufrieden. Ich schaffte weder die Portion, noch den massig portionierten Frischkäse, würde den Salat aber auf jeden Fall wieder bestellen.

Das restliche Speiseangebot

Hier könnt ihr euch auch euren eigenen Salat zusammen basteln, d.h. ihr stellt euch den Salat mit 5 oder 7 eigens gewählten Zutaten (7,90€ oder 9,50€) zusammen. Er wird euch dann im Pizzateigkorb mit hausgemachtem Essig-Öl-Dressing serviert. Ein Pärchen am Nebentisch hatte sich diesen bestellt und auch wenn ich es nicht gesehen habe, bin ich mir sicher, dass sie es nicht geschafft haben. 😉 Also auch hier: Große Portionen. Hinter mir am Tisch wurde während dessen ein Fisch für den Gast filetiert, neben mir drei verschiedene Pizzen bestellt. Als ich mir die Hände waschen wollte erhaschte ich auch noch einen Blick auf den Teller mit Fleisch bei einem anderen Gast (…ich tippe auf das „Coniglio al forno“ – Kaninchen aus dem Ofen mit Bergoregano, Kräutern, Oliven und Kartoffeln (für 14,90€)…) und fand auch dieses appetitlich angerichtet und fair portioniert. Ansonsten bekommt ihr zahlreiche verschiedene Pizzen von 4,60€ bis 10,50€ für z.B. die Pizza „Carpaccio“ mit Tomaten, Rindercarpaccio, Rucola und Grana.

Osteria Bianchi Italiener Westend_6

Ich beim Auswählen der Speisen

Hardfacts und persönliches Fazit

Kartenzahlung ist in dem Restaurant möglich, Parken je nach Uhrzeit und Wochentag mit etwas Suche verbunden. Auch erwähnenswert ist die ums Hauseck laufende Terrasse mit zahlreichen (teilweise von Markisen überdachten) Tischen zum gemütlichen Sitzen und essen. Geöffnet ist Mittagsmenü (Gerichte zwischen 3,90€ – 9,50€) gibt es von Montag bis Samstag 11:30 Uhr bis 15:00 Uhr, die Abendkarte gilt täglich von 17:30 Uhr bis 23:00 Uhr. Geöffnet ist zur Mittagszeit und ab 18:00 Uhr – 01:00 Uhr, bzw. Sonntags bis 0:00 Uhr. Das Garbo und die Pescheria gehören übrigens zur Osteria Bianchi.

Ich werde auf jeden Fall nochmals in der Osteria Bianchi vorbeischauen um Pizza, Fisch und Risotto zu probieren. Auch, weil der Service sehr freundlich war und wir gut beraten bzw. bedient wurden. Das Ambiente passt in der Osteria Bianchi auch wunderbar für die verschiedensten Anlässe und auch Preis-Leistung stimmen. Wir bezahlten für zwei alkoholische Getränke, eine Flasche Wasser, eine üppige Vor- und zwei gut portionierte Hauptspeisen 55€ mit Trinkgeld. Zwar ging es teilweise und wenn alles voll besetzt ist etwas hektisch zu, je nach Platz bekommt ihr davon aber nicht zwingend etwas mit.




Besuchte Lokalität: Osteria Bianchi
Adresse: Gollierstraße 38, 80339 München
Website

Bilder: