+ + + Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Ristorante Martinelli. Vielen Dank! + + +

Ristorante Martinelli – „Man trinkt Wein grundsätzlich nur an Tagen die mit G enden. Und mittwochs.“. Diesen Spruch nahm ich als erste wahr, als ich das tolle Restaurant im versteckten Teil Bogenhausens betrat. Italiener gibt es viele – Italiener wie das Ristorante Martinelli ganz sicher nicht. Das weiß ich, weil ich vor Ort war und nun – wie es wirklich selten der Fall ist – in der Bredouille bin. Wie kann ich euch nun davon überzeugen dort hin zu gehen und nicht nur zu lesen und fertig. Denn das Ristorante Martinelli ist ein ganz besonderes Restaurant. Darum wird es heute auch „etwas umfangreicher“ (sorry dafür!) und ich  fange diesmal auch direkt mit meinem Fazit an:

Geht hin, auf jeden Fall! Denkt in diesem Fall bitte nicht: „Ja merk ich mir. Irgendwann schau ich mal vorbei.“, sondern schnappt euch gleich eure Liebsten oder Freude und Kollegen und geht hin. Wenn ihr schon immer mal in einem Restaurant essen wolltet, wo es schmeckt wie im Tantris, (aber weniger kostet), in dem so freundlich mit euch umgegangen wird wie unter Freunden und zugleich ein ausgesprochen gemütliches und herzliches Ambiente vorherrscht, dann seid ihr hier goldrichtig. Top Weine, Top Essen, Top Service, alles Top. Ich war vor kurzem mit meiner Begleitung vor Ort und bin selten so beschwingt – trotz sechs Gängen – aus einem Restaurant gegangen wie dem Ristorante Martinelli. Warum diese Euphorie? Weil hier einfach alles passt und ich mit Herzlichkeit, kulinarischem Können und Gaumenexplosionen nur so überschüttet wurde.

So sorgt Elena Martinelli mit viel Charme, Freundlichkeit und lückenlosen Know How über Wein, Speis und Trank für eine super gute Stimmung im Ristorante. Ohne diese Stimmung und Herzlichkeit wäre das Martinelli meiner Meinung nach nur halb so gut. Für das Wichtigste – brilliantes Essen, gefüllte Bäuche und exzellente Kreationen – sorgt deren Ehemann Gianluca Marotta. Ich habe beide bei einem persönlichen Gespräch am Tisch näher kennengelernt und so auch einiges über die Philosophie, die Überzeugung und die Motivation der Martinellis und deren Restaurant erfahren. Von der Leidenschaft die dahinter steckt, der täglichen Vorfreude auf die Gäste und viel über die tägliche Auswahl der besten Zutaten, der Zusammenstellung der Speisekarte und der Freude am kochen. In den Augen von Elena Martinelli ist Gianluca „der beste Koch der Welt“. Ein bisschen spielt bei dieser Aussage sicherlich die persönliche Bindung eine Rolle ;-), aber nach meinen sechs Gängen kann auch ich nur sagen: Daumen hoch für diese Küche.

Wir kamen an, wurden persönlich begrüßt und direkt an unseren Tisch gebracht. Wir bekamen einen gemütlichen Zweier-Ecktisch mit gutem Blick über das gesamte Restaurant. Insgesamt gibt es ca. 15 Tische für ca. 55-65 Personen – je nach Stellung der Tische. Direkt nach dem ich Platz nahm fühlte ich mich super wohl. Das Restaurant ist schick – keine Frage – aber nicht abgehoben und steif. Ganz im Gegenteil. Wie oben erwähnt, herrscht eine locker-freundliche Atmosphäre vor, welche unterstützt wird von der einladenden Einrichtung: Gepolsterte Lederbänke und -stühle, weiße Tischtücher, angezündete Kerzen auf den bereits vorab eingedeckten Tischen, dekorative Weinflaschen auf den Simsen der abgehängten Decke mit Deckenspots, dunkle Parkettböden, ein kleiner Tresen im Eingangsbereich, helle Fensterfront und eine Ansammlung von Weinen, Gin und Rum in mitten des Speisebereichs. Zusammengefasst: Gemütlich, schick, locker und einladend.

Wir bekamen nach dem Platz nehmen direkt die Speisekarte vorgelegt. Wie fange ich an ohne zu verwirren…also…das Ristorante Martinelli hat keine Pizzen. Auch keine 20 verschiedenen Pastavorschläge oder Panna Cotta, Tiramisu, Tagliatelle Emiliana oder ähnliche Klassiker. Keine Panik. Nicht schlimm. Nein, das Restaurant hat genau zwei Seiten Speisekarte, was durchaus ausreichend ist. Ich habe sechs (ja, sechs!) hervorragende Gänge gegessen. Die eine Seite der Karte bietet ein Menü, für jene unter euch, die nicht gerne ins kalte Wasser springen und Gebrauch von dem auf der anderen Seite genannten Überraschungsmenü machen wollen. Ganz einfach ausgedrückt: Ihr bestimmt was und wie ihr esst. Soll der Koch euch etwas feines kredenzen oder wollt ihr lieber ein festes Menü? Die Martinellis selbst beschreiben das so: „Befreien Sie sich von jeder Entscheidung. Geben Sie uns einfach Bescheid wie viele Gänge Sie möchten und ob wir etwas nicht servieren sollen….und wir starten!“ Beim Überraschungsmenü gibt es vier, fünf oder sechs Gänge für 52€, 62€ oder 72€. Als Degustationsmenü 75€, 90€ und 105€. Das bedeutet im Klartext: Ein Sechs-Gang-Menü mit Wein liegt im Martinelli bei 105€. Spätestens wenn ihr die erste Gabel oder den ersten Löffel in den Mund geschoben habt, versteht ihr meine Euphorie, den Preis und den Vergleich mit dem Tantris. Phänomenal. Einfach phänomenal. Nicht nur optisch überzeugt jeder einzelne Gang, sondern auch das Auge und der Gaumen haben hier Urlaub. Falls ihr aber sagt: „Mir reicht aber eigentlich ein Gericht.“, auch kein Problem. Dafür gibt es wie erwähnt die Karte mit Hauptgerichten zwischen 13€ und 27€. Klasse statt Masse, leichte italienische Küche mit saisonalen Gerichten, anstatt überladener Pizza. Die Karte ist gut gemischt und bietet stets für jeden Gaumen etwas passendes: Geschmort, gebraten, individuell zusammen gestellt, ob Fisch, ob Fleisch, Risotto oder andere Spezialitäten – alles ist möglich.

Jetzt schreibe ich euch einfach mal alles, was ich gegessen habe, aber Vorsicht: Danach habt ihr Hunger. (Ich habe ja versprochen immer vorzuwarnen, weil so viele von euch immer hungrig sind nach meinen Berichten ;-)): Gang eins war eine Minestrone. Klingt erst mal nicht aufregend, war es aber. Sehr geschmacksintensiv und ideal als Starter. Eine wirklich leckere Suppe mit Lauchzwiebeln, Karotte, Sellerie und vielem mehr. Serviert mit einem kleinen Löffelchen im Suppenschälchen, begleitet von frischem Brot. Da ich euch jetzt nicht zu jedem Gang schreiben will „Man war das lecker“, folgt einfach nur mein Menü. Geschmeckt hat alles – ohne Einschränkungen – wie im Himmel. 🙂 Gang I: Marinierte Fjord Forelle mit Kaki und Kokos (15€), Gang II: Fleischvariante: Gänseleber Creme brûlée mit gebackenen Steinpilzen und Gelee aus grünem Apfel und Basilikum | Fischvariante: roh marinierter Thunfisch mit Pilzen und selbigem Gelee (je 16€) , Gang III: Kürbis-Ravioli aus dreierlei Kürbis (Butter-, Hokkaido- und Muskatkürbis) mit Amarettini, Salbei und Scamorza-Käse (14€) (Der Wahnsinn!), Gang IV: Basilikum-Lime-Risotto mit rohem Thunfisch (19€), Gang V: Schwertfisch-Tagliata  mit Gemüse und Tomatensogu(24€), Gang VI: Das Dessert – Basilikum-Sorbet mit Prosecco-Süppchen (9€). Ja gut…ich gebe zu: Ich war danach satt. 😉 Es gab nichts auszusetzen und nach jedem Teller war ich schon auf den nächsten gespannt, ja sogar ein bisschen enttäuscht, als ich doch glatt alle sechs Gänge mit meiner Begleitung verputzt hatte und fertig war. Gott sei Dank gab es dann zum Espresso noch selbstgemachte Schokoladen-Crisps. Mmmmh. Einfach nur klasse.

Begleitet wurde der Spaß übrigens von TOP-Weinen, die jeweils zu den einzelnen Gängen besser nicht hätten passen können. Warum? Weil Elena eine ausgebildete Weinfachfrau ist und uns so jeweils das perfekt stimmige Tröpfchen servieren konnte. Beispielsweise gab es gleich zu Beginn als Aperitif einen Spitzen-Prosecco Rustico von Nino Franco. Beim Essen dann begleitend einen Sauvignong Blanc | Ronco Calaj | Russolo, einen Manditocai Friulano | Livon, sowie einen Gaggioli | Superiore p | Colli Bolognesi Pignoletto. Außerdem einen Rotwein nämlich einen Negroamaro Primitivo | Gran Trio, welchen wir im übrigen zum Schwertfisch tranken. Rotwein und Fisch kann – in diesem Fall bzgl. dem Tomatensogu unter dem Schwertfisch – durchaus kombiniert werden. Weine bekommt ihr hier in der Regel immer empfohlen und ich würde an eurer Stelle auch darauf hören. Im Martinelli habe ich mal wieder ganz klar gemerkt: Hier wird nichts dem Zufall überlassen. Lasst euch also bei der Weinauswahl helfen. Falls ihr allerdings lieber selbst wählt, gibt es natürlich auch eine Weinkarte zum selbst wählen.

Abschließend will ich sagen: Hier ist de Message ganz klar: Reinkommen und wohlfühlen, wie Zuhause, wie unter Freunden. Hier passt alles perfekt und man spürt bei jedem Bissen und bei jedem Blick durch das Restaurant, dass hier nicht nur der wirtschaftliche Erfolg, sondern eben auch die Freude und Liebe am Tun ganz groß geschrieben werden!

Vergesst nicht zu reservieren. Zumindest am Abend, das das im Januar 2008 eröffnete Ristorante Martinelli viele Stammgäste hat. Mittags gibt es übrigens auch ein klasse (festgelegtes) Drei-Gang-Menü mit Vorspeise, Pasta und Dessert für faire 19€. Laut Elena ist auch das Mittagsmenü „saugut“! 😉 Ich werde das testen. Geöffnet ist das in Bogenhausen gelegene Restaurant von 12:00 Uhr bis 14:30 Uhr und dann wieder ab 18:30 Uhr. Hier werdet ihr es aber nicht erleben, dass ihr schnell schnell das Glas und die Teller leeren müsst und dann raus geworfen werdet, viel mehr kommen die freundlichen Kellner oder auch Elena an euren Tisch und schnacken ein zwei Sätze mit euch. Genauso werdet ihr aber natürlich in Ruhe gelassen, wenn ihr lieber die stille Zweisam- oder Einsamkeit beim Essen sucht. Gezahlt werden kann auch mit Karte. Falls ihr noch einen Ort für die perfekte Weihnachtsfeier sucht, sagt mir Bescheid und ich gebe euch direkt den Kontakt von Elena weiter und würde dann auch vorbei kommen. 😉 Kein Witz, ihr könnt das Lokal auch für eure geschlossenen Gesellschaften buchen und eure Feste dort feiern. Wenn´s dann wieder irgendwann wärmer wird, könnt ihr auch auf der gemütlichen, blickdichten Terrasse für ca. 65 Personen Platz nehmen. Ich hoffe wirklich ihr hört in diesem Fall – wie immer 😉 – auf mich und schaut vorbei.

Ich komme wieder: Selbstverständlich. Italiener gibt es viele. Solche nur wenige.

Besuchte Lokalität: Ristorante Martinelli
Adresse: Wilhelm-Dieß-Weg 2, 81927 München
Website: Ristorante Martinelli

Bilder: