Vor kurzem war ich gemeinsam mit meiner Begleitung im Isartaler Brauhaus in Pullach. Ganz einfach daran, weil wir des Öfteren daran vorbei fuhren, als es uns in die beliebte Waldwirtschaft in Solln/Pullach verschlagen hat und wir uns vorgenommen hatten, dort mal rein zu schauen. Nun war ich 10 Tage im sonnigen Süden und da war nicht viel mit der bayerischen Küche anzufangen. Umso größer war die Vorfreude auf den Besuch eines bayerischen Restaurants mit selbiger Atmosphäre und gemütlicher Stimmung. Da fiel mir das Isartaler Brauhaus wieder ein und wir fuhren an einem Wochenendetag – ganz mutig ohne vorab zu reservieren – dort hin um zu essen. Auf meiner Fanpage auf Facebook habe ich in einem kleinen Post ja schon darauf hingewiesen, dass ich vor Ort war. Nun möchte ich euch im Detail ein wenig mehr über das Restaurant und meine Erfahrungen berichten.

Als wir eintraten (Samstag gegen 14:00 Uhr) waren relativ wenig der zahlreichen Tische besetzt. Das Restaurant ist sehr länglich geschnitten, was schon von außen an dem freistehenden Backsteingebäude zu erkennen ist. Seitlich von diesem gelegen befindet sich der separat anmietbare und mit Eisstockbahn bestückte Pavillon aus Glas für Feiern, Feste und Co; direkt davor der Parkplatz und hinter dem Gebäude die S-Bahn. Das Isartaler Brauhaus, wie der Name schon verrät, ist nicht nur Wirtshaus, sondern eben auch Brauerei für hausgemachten Stationsweizen. (Brauereiführungen werden für 14,90€ pro Nase + wahlweise 12€ mit anschließendem Brotzeitbrettel angeboten). Man kommt in das Gebäude rein und steht direkt vor den riesigen, kupferfarbenen Braukesseln und kann zwischen zahlreichen gemütlichen Sitzmöglichkeiten – verteilt in die linken und rechten Sitzecken – wählen. Wir entschieden uns für einen gemütlichen Vierertisch an einem der hohen Fenster. Das Wirtshaus ist sehr gemütlich eingerichtet, hat hohe Decken, eine einladende Atmosphäre und recht „bayerische Atmosphäre“. Wir fühlten uns den gesamten Aufenthalt über sehr wohl und gut betreut von den in bayerischer Tracht gekleideten Kellnern und Kellnerinnen.

Am Service gab es nichts auszusetzen. Wir wurden einige Male gefragt, ob wir noch etwas bestellen mochten und unsere Gerichte wurden uns zügig und gleichzeitig, sowie warm und appetitlich angerichtet serviert. Das Isartaler Brauhaus bietet typisch bayerische Küche an. Neben den klassischen bayerischen Schmankerln wie Schweinebraten, Zwiebelrostbraten, Schnitzel, Gulasch und Fleischpflanzerl gibts auch viel für die Vegetarier (z.B. Kässpatzen für 8,50€ oder gefüllte Teigtaschen für 12,50€) und sogar Burger (mit 180,00 g Rindfleisch, Schmelzzwiebeln, Bergkäse, Tomaten und Salat für 13,50€). Die Speisekarte ist umfangreich und gut gemischt. In dieser wird auch auf den Mittagslunch von Montag bis Freitag mit täglich wechselnden Gerichten (von 11:30 Uhr – 14:30 Uhr) hingewiesen. Die Karte mit den Mittagsgerichten habe ich mir explizit nicht angesehen, ein Gericht liegt jedoch bei fairen 7,50€. Ansonsten gibt es feine Spareribs, diverse Suppen, Backhendl, unterschiedlich belegte Flammkuchen (auch vegetarisch) und vieles mehr. An der Karte gibt es definitiv nichts auszusetzen. Genauso hängen an den Wänden des Restaurants noch zusätzliche Gerichte, bzw. Angebote. So gab es bei meinem Besuch vor kurzen z.B. Weißwürste mit Brezen und Bier für 8,60€ als Angebot. Jeden Mittwoch bietet das Isartaler Brauhhaus zu dem in Form des „Schnitzelexpress“ diverse Schnitzelarten (für jeweils 9,90€) an und ihr könnt euch aussuchen, ob ihr lieber das Rahm-, Paprika, Riesen- oder Tiroler Schnitzel essen wollt.

Wir entschieden uns für Schweinebraten, ursprünglich mit frischem Kren, Essiggurken und Holzofenbrot (für 7,70€), tauschten die Beilage aber durch zwei leckere Kartoffelknödel aus, was ohne Probleme möglich war. Das Fleisch war zart, ausreichend und gut im Geschmack. Die Bratensauce schmeckte fein und ich mopste mir auch zum Probieren gleich einen Knödel meiner Begleitung. Ich liebe Kartoffelknödel, leider erlebe ich immer öfter, dass diese super klein und sehr „pampfig“ sind. Hier war das aber Gott sei Dank nicht der Fall. Die Knödel waren zwar auch eher klein, aber sehr lecker und mit der Soße fein. Ich selbst entschied mich für ein vegetarisches Gericht und wählte das Gemüse Crêpe, gefüllt mit frischem Grillgemüse und Limonenschmand für 10,80€. Der Crêpe war mehr ein Pfannkuchen, aber sehr lecker und reichlich gefüllt mit unterschiedlichem Gemüse, dazu gab´s ein Salatbouquet. An beiden Gerichten gab es nichts auszusetzen. Ich kann euch das Isartaler Brauhaus auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr mal „ein wenig weiter draußen“ bayerisch essen gehen wollt. Solltet ihr kein Auto haben, fährt die S-Bahn wie gesagt direkt zu dem Restaurant. Mit dem PKW ist parken auch kein Problem. Bei unserem Besuch sah es nicht sonderlich überfüllt aus und ihr solltet auch spontan als Grüppchen einen Tisch bekommen. Das Essen ist fein, der Service freundlich, die Karte gut gemischt, Mittagstisch und a gscheid´s Bier ham´s a …. passt also alles. 🙂 Urig gemütliche Stimmung wird auch geboten und bezahlt werden kann natürlich auch mit der Karte.

Ich komme wieder: Ja. Fleischesser sind zwar etwas besser bedient wie Vegetarier, aber es gibt nichts auszusetzen.

Besuchte Lokalität: Isartaler Brauhaus
Adresse: Kreuzeckstr. 23b, 82049 Pullach
Website: Isartaler Brauhaus


Bilder: