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Weinviertel_DAC_4C_<40mmÖsteria | Weinviertel in Deinem Viertel | Restaurant Nummer 6 von 14 – Ich teste ja bekanntlich gerade alle 14 Restaurants, welche Teil der Münchner Kampagne „Weinviertel in Deinem Viertel“ sind. Nun bin ich schon bei Nummer 6, der Österia – unweit vom Nockherberg und dem Kolumbusplatz – angelangt. (Hier gehts zu den vergangenen fünf Artikel: Blauer Bock, Halali, essence, Freisinger Hof, Bayerisches Nationalmuseum (bnm)) Bevor ich nun aber ins Detail gehe möchte ich auf die mich erreichte Bitte einiger Leser eingehen, ein paar Infos zum Weinviertel selbst zu nennen. Hierfür möchte ich euch diese Website ans Herz legen. Auf dieser findet ihr alles über das Weinviertel, dessen Wein, Kulinarik, u.v.m..


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Die Österia von innen

Restaurant Österia: Geschichte, Ambiente, Weine

In dem gemütlichen Restaurant mit uralten Parkettböden, meterhohen Stuckdecken und zahlreichen gefüllten Weinregalen finden an bereits vorab eingedeckten Tischen mit frischen Blumen 36 bis maximal 60 Personen – je nach Bestuhlung und Anlass – Platz. Rote Stühle, bequeme Sitzbänke, Sissi-Bilder an den Wänden und Weinflaschen, wohin das Auge blickt. Bei gutem Wetter können entlang der Fassade an sechs weiteren Vierertische für 24 zusätzliche Gäste feine Gerichte und köstliche Weine genossen werden. Dieser stammt in der Österia aus den verschiedensten Weinanbaugebieten Österreichs. Von der Wiener Gegend, dem für mich im Fokus stehenden Weinviertel, der Wachau, über Mittelburgenland und Kamptal, bis hin zur Steiermark werden in der Österia über 100 Flaschenweine und stets über zehn offene Weine glasweise angeboten.

Das Weinangebot ist so vielseitig, dass ihr in der Österia eine separate, zahlreiche Seiten umfassende Weinkarte – aufgeteilt in Weißweine ( Grüne Veltliner, Weissburgunder, Riesling, Sauvignon Blanc, Welschriesling, Chardonnay, Cuvèes, Graue Burgunder, Gelbe Muskateller, Traminer), Rotweine (Blauer Zweigelt, Cuvées, Blaufränkisch, Blauburger, Pinot Noir, St. Laurent, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, Blauer Protugieser, Merlot, Syrah), Schilcher, Rosé, Süßweine, Sekt und Raritäten – bekommt. Doch keine Panik falls ihr vor lauter Wein nicht mehr wisst, was ihr denn nun bestellen sollt, bzw. welcher Wein zu eurem Gericht passt – der extrem freundliche, sowie fachkundige Service hilft gerne jederzeit weiter.

Inhaber der Österia ist Nickel Fischer, welcher selbst als gelernter Koch jahrelang in Münchens österreichischen Restaurants tätig war. Seit 1993 führt dieser nun schon erfolgreich den direkt um die Ecke des Restaurants gelegenen Weinladen „Ösiwein“, 2006 kam dann das Restaurant Österia hinzu. Das  Team besteht mitunter aus dem – wie ich nun weiß – Spitzenkoch Elias Halletz, dem Servicemitarbeiter Sandro Eichhorn, sowie dem Fachmann für Weinein- und -verkauf Markus Eichhorn. Dieser stand mir gemeinsam mit Sandro Eichhorn den gesamten Abend über mit Rat und Tat zur Seite und weil mir die Österia so gefiel bei meinem Besuch, durchlöcherte ich die beiden mit Fragen über Wein, Österreich, die Küche in der Österia, die Herkunft der Produkte und Co. So weiß ich nun mitunter, dass es in der Österia ein täglich wechselndes Gängenenü (3 Gänge für 27,90€, 5 Gänge für 46,90€) gibt, zu welchem zu jedem Gang ein Wein (0,1l oder 1/16 l) empfohlen wird. (Aktuelles Menü täglich online auf der Website ab ca.16 Uhr einsehbar).

Der Bezug der einzelnen Zutaten für alle Gerichte – Menü oder à la carte – steht für euch aufgelistet in der Karte. So kommen die legendären Backhendl, welche es als Special immer Montags gibt, sowie Fleisch, Fisch und Wild beispielsweise vom Gutshof Polting in Niederbayern, der qualitativ hochwertige Biokäse aus dem Irschenberger-Eck und die Eier aus Bentenried von glücklichen Hühnern. Transparenz, sowohl bei den Speisen als auch den Weinen, spielt in der Österia eine große Rolle.

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Beispielhaftes Tagesmenü mit Standardkarte

Menü- und Speisekarte: Auswahl und Bewertung
Kommen wir nun zu den Speisen und meinem Menü. Für mich gab es ein frei zusammen gestelltes Degustationsmenü um die Weinviertel-Weine testen zu können. (Beachtet bitte, dass ich der Testzwecke wegen kleinere Portionen serviert bekam, um die Vielfalt der Gerichte kennenlernen zu können und zu jedem Wein etwas passenden trinken zu können. Die regulären Portionen – gesehen am Nachbarstisch – sind sehr fair und natürlich wesentlich größer portioniert.) Das fest gelegte Menü auf der Karte, aus welchem ich auch teilweise Gänge probierte wechselt täglich durch und es können auch einzelne Gänge ausgewählt werden, falls ihr nur einen, zwei oder drei Gänge kosten möchtet.

Als erstes gab es für mich neben einen Korb mit zwei verschiedenen Sorten frischem Brot, das von der Österia angebotene „3+3=9“, sowie zwei verschiedenen Weine aus dem Weinviertel. „3+3=9“ – das sind (täglich von 14 – 18 Uhr) drei verschiedene „Magentratzerl“ und drei Gläser Wein zum Probieren für zusammen 9€. Ein ideales Angebot für jeden, der ein wenig die Vielfalt der Weine Österreichs kennen lernen möchte. Meine Tratzerl waren aufgeteilt in drei kleinen Schälchen. So gab es einmal Spargelsalat aus weißem und grünem Spargel mit einem Glas Grüner Veltliner Hühnergarten (vom Weingut Der Pollerhof), Erdäpfelkas mit einem Glas Grünen Veltliner 2 bar Druck (vom Weingut Martinshof) und „Verhackerts“ mit einem Glas Blaufränkisch Gerichtsberg (vom Weingut Norbert Bauer). Bei jedem der drei Weinviertler Weine bekam ich in Kurzform die Geschichte des Weines, sowie den Hintergedanken des Winzers am Tisch erzählt. In der Österia wird viel wert darauf gelegt, dass – natürlich nur auf euren Wunsch hin – auch der Hintergrund von Speis und Trank verstanden wird. Beim Grünen Veltliner Hühnergarten (vom Der Pollerhof) zum Beispiel ist auf dem Etikett die Geschichte samt Entstehung des abgefüllten Weines kurz und knackig beschrieben. Ein in meinen Augen notweniger und hilfreicher Zug um den Wein besser verstehen zu lernen und diesen dem Verkoster näher zu bringen. So gefällt es mir in der Österia mitunter besonders gut, dass so wohl bei jedem Wein auf der umfangreichen Karte, als auch bei den Flaschen in den Regalen erklärt wird, welche Geschmacksrichtung einen in etwa erwartet und wo der Wein herkommt.

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3+3=9 | Magentratzerl mit Wein

Mit meinem kulinarischen Starter waren drei der insgesamt vier Weinviertler Weine von der extra eingelegten „Weinviertel in Deinem Viertel“-Karte verkostet. Es blieb also noch der Grüne Veltliner Frau Mayer (ebenfalls vom Weingut Der Pollerhof) und wiederum mit kurzer (in diesem Fall sogar ein wenig rührender) Geschichte zum Wein auf dem Etikett. Diesen Wein verkostete ich in Kombination mit zwei verschiedenen Suppen – einmal vom täglich wechselnden Abendmenü, sowie von der kleinen Standardkarte zusammen gestellt. Es gab eine Brühe vom Rind und Gickerl mit Eistich und Schöberl (für 4,90€, unbedingt probieren!), sowie eine Spargelsuppe mit (reichlich) Flußkrebserl (6,90€) für mich. Zum Spargelsüppchen passt zwar in der Regel ein Sauvignon Blanc ganz besonders gut, jedoch begeisterte mich Frau Mayer mit seiner angenehm, fruchtigen Würze schon beim ersten Schluck zu beiden Suppen. Probiert die Spargelsuppe unbedingt samt Weinviertler Wein aus, wenn ihr in der Österia vorbei schaut.

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Meine Hauptgerichte zum Testen

Als Hauptgericht bekam ich eine Kombination von vier einzelnen Speisen – gemischt von der Menü- und der Standardkarte, welche übrigens alle 1 bis 1,5 Monate ausgetauscht wird. Es gab also kleine Portionen vom Saftgulasch mit Serviettenknödel (regulär  noch mit Salat für 15,90€), Eierschwammerlgulasch mit quadratischem Knödel und Schmand (für regulär 13,90€), Wiener Schnitzel (regulär mit Braterdäpfeln und Salat für 19,90€) und gekochten Tafelspitz mit Wurzelwerk, Kren und Erdäpfelauflauf (regulär 16,90€). Schaut euch dazu am besten die Fotos an um euch einen Eindruck davon zu machen und selbst zu erkennen, welch feine Küche euch in der Österia erwartet. Zu den Hauptgerichten gab´s ebenfalls einen Rot- und einen Weißwein außerhalb der Weinviertelkarte für mich. Mein Favorit der einzelnen Hauptspeisen war ganz klar das zarte, sowie geschmacksintensive Gulasch mit den hausgemachten Serviettenknödeln, sowie das Wiener Schnitzel (mit Fleisch vom der Holzkirchner Metzgerei Laubinger und Aufzucht in Bioqualität). Das Kalbsschnitzel war schön dünn, perfekt und gleichmäßig paniert und hatte eine schön gelbgoldene Farbe. Köstlich und ebenfalls mein Tipp bei einem Besuch für euch. Zum Abschluss gab´s Süßes und zwar eine Dessertvariation mit Erdbeer-Rhabarberkrem, Rhabarber-Röster und grünem Schokoladenmousse mit Früchten. Die Grünfärbung des Mousse entsteht in dem die Basis des Mousse (weißes Schokoladenmousse) mit grünem Kürbiskernöl eingefärbt wird, was gleichzeitig einen leicht nussigen Geschmack verursacht. Dazu gab es ein kleines,  köstliches Schokoküchlein und eine Praline. Mmmmh! Regulär stehen aktuell zwei verschiedene Desserts, sowie eine Käsevariation – natürlich auch mit Weinempfehlung – auf der Karte zur Auswahl bereit.

Zu den mir servierten Speisen lässt sich zusammen gefasst sagen, dass ich sowohl die Vielfalt an unterschiedlichen Gerichten auf der Karte, als auch den Geschmack eines jeden einzelnen sehr genossen habe. Das Fleisch war durch die Bank und bei jedem der Hauptgerichte von guter Qualität, auf den Punkt genau zubereitet und köstlich. Es gab nichts, was ich nicht empfehlen würde zu bestellen. In Kombination mit den einzelnen Weinen war mein Vier-Gängemenü einfach nur top.

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(v.l.n.r.): Service – Sandro Eichhorn, Weineinkauf – Markus Eichhorn, Küchenchef – Elias Halletz und ich

Empfehlung vom Team der Österia

Das Team der Österia empfiehlt seinen Gästen entweder das umfangreiche und täglich wechselnde Menü mit Weinbegleitung zu wählen bzw. Montags das oben erwähnte, frische Backhendl.  Nicht umsonst lebt die Österia auch von zahlreichen Stammgästen sowie Ösiwein-Fans. Alle Weine, die ihr auf der Menü- und Standardkarte zu den Gerichten empfohlen bekommt, könnt ihr übrigens vor Ort auch als Flaschenwein kaufen und mit nach Hause nehmen.

Hardfacts

Das Restaurant ist Montags – Samstags von 14:00 Uhr  bis 0:00 Uhr geöffnet. Unter der Woche gibt es zwischen 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr die sogenannte „Jausenkarte“, vergleichbar mit einer Mittagskarte und ab 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr Gerichte von der regulären Speisekarte samt aktuellen Tagesmenü. Der Weinladen „Ösiwein“ hat von Montag bis Freitag 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr, sowie Samstag von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet. Kartenzahlung funktioniert in der Österia mit deutscher ec-Karte. Kreditkarten werden nicht angenommen. Euren Vierbeiner müsst ihr für einen Österia-Besuch leider auch zu Hause lassen – aber Hunde mögen ja sowieso keinen Wein ;-). Parken dürfte in der Nähe mit dem PKW kein Problem sein, ansonsten ist die U-Bahnstation „Kolumbusplatz“ (Linie 1 und 2) nur einen Steinwurf von Restaurant samt Laden entfernt. Um sicher zu gehen empfehle ich euch vor einem Besuch immer telefonisch zu reservieren, auf jeden Fall aber am Wochenende.

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Grüner Veltliner Hühnergarten vom Weingut Der Pollerhof

Die Auswahl der Weine aus dem Weinviertel in der Österia

In der Österia stehen im Juni zusätzlich folgende Weine aus dem Weinviertel in Österreich glasweise zur Verfügung. Zwei der Weine (siehe Kennzeichnung) sind auch noch im Anschluss verfügbar, bzw. regulär als Flaschenwein erhältlich:

1) 2015,  Grüner Veltliner 2 bar Druck, Weingut Martinshof (auch regulär als Flaschenwein auf der Karte)
2) 2015, Grüner Veltliner Hühnergarten, Weingut Der Pollerhof
3) 2015, Grüner Veltliner Frau Mayer, Weingut Der Pollerhof 
(auch regulär als Flaschenwein auf der Karte)
4) Blaufränkisch Gerichtsberg, Weingut Norbert Bauer

Fazit: Ihr müsst in die Österia gehen. Und zwar am besten für ein Menü. Mit Weinbegleitung. Ohne Einschränkungen, so als gäbe es kein morgen mehr – denn nur so lernt ihr die Vielfalt der Weine und den Genuss der tollen Gerichte auf der Karte vollumfänglich kennen. Und das lohnt sich wirklich. Selbst, wenn Wein für euch vielleicht nicht Thema Nummer 1 ist bzw. kaum Fachwissen vorhanden ist macht das nichts. Dafür gibt es in der Österia ja erstens den fachkompetenten Service am Tisch und zweitens werdet ihr ganz automatisch mehr Freude am Thema Wein entwickeln, wenn ihr in der Österia seid. Nutzt den Juni für Weinviertler Weine in Kombination mit täglich wechselnden Menüs. Ihr bekommt zu jedem Gang den richtigen Wein empfohlen und werdet mit Sicherheit zufrieden, satt und glücklich nach Hause kommen. Das Sortiment an österreichischen Weinen selbst ist schon ein Besuch wert und mit beispielsweise dem „3+3=9“-Angebot auf der Karte könnt ihr immer wieder neues ausprobieren. Ein großes Plus: Auch nach Ende Juni findet ihr hier zahlreiche Weinviertel-Weine auf der Karte. Dazu ist der Service herzlich und stets mit einem Auge beim Gast am Tisch. Österia – Daumen hoch! Ich komme wieder.

Besuchte Lokalität: Österia
Adresse: Taubenstraße 2, 81541 München
Website


Bilder: