Seit einigen Monaten heißt es, wenn ihr unterwegs seid nicht mehr: „Was wollen wir essen? Pizza, Burger, Döner oder Burrito?“, sondern seit dem 11. Juli diesen Jahres werdet ihr immer öfter: „Hey, lasst uns einen Blunch holen gehen!“, hören. Ja genau, ich habe mich nicht verschrieben, worüber ich euch heute berichten möchte ist der neu erfundene, in München auf keinem Event, Straßenfest, Streetfoodmarkt oder ähnlichen Anlaufstellen wegzudenkende Blunch – ein Wortspiel aus „Blätterteig und Crunch“.

Ich habe den Blunch kennen gelernt als ich vor einer Weile auf dem Münchner Backstage-Gelände auf einem kleinen Streetfoodmarkt, der `Hall of Taste`, unterwegs war und mich hier und da durch probierte. Den Blunch wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und stellte mich bei Heike und Alex, in derer beiden Köpfe der Blunch entstanden ist, an ihrem selbst ausgebauten Streetfood Trailer an der Schlange hinten an. Es wurden die unterschiedlichsten Blunchsorten angeboten, doch bevor ihr euch noch weiter fragt, was das denn nun eigentlich genau ist, hier einige Details:

Der Blunch – Was ist das genau?
Der Blunch besteht aus hauchdünnen Weizenmehl Teigblättern. Diese Teigblätter werden mit einer Frischkäsecrememischung bestrichen. Diese Frischkäsecreme ist mit einer speziellen und geheimen Gewürzmischung versehen, welche der Blunch-Inhaber Alex gemeinsam mit thailändischen Köchen selbst kreiert hat. Darauf kommt dann die gewünschte Füllung.
Eine Portion Blunch besteht aus zwei Teigrollen, diese werden ca 2 Minuten auf dem Kontaktgrill fettfrei gegrillt und schließlich in verzehrgerechte Häppchen geschnitten und fertig ist euer Snack to go, der super lecker und extrem variabel im Geschmack, nicht zu schwer im Magen und fair im Preis ist.
Insgesamt haben die Besitzer der Blunch Kitchen über 80 verschiedene Rezepte kreiert. Je nach Event werden dann ca. fünf bis sieben verschiedene Füllungen angeboten. Ein bis zwei „Specials“ sind neben den Standard-Variationen (Blunch Classic, Chini Bacon, Joschka, Blunch Nono und Honolulu) immer dabei. Sprich, wenn ihr die rollende Blunch Kitchen einmal stehen seht, schaut am besten gleich, welche Blunch Sorten mit im Gepäck sind.

Alle Füllungen des Blunch werden selbst gemacht, neben der super leckeren thailändisch-bayerisch angehauchten Frischkäsecreme (ich durfte sie pur probieren) mit einer angenehmen leichten Schärfe – die Basis eines jeden Blunchs -, über die leckere Kinky Shrimpy-Füllung mit Shrimps, Minze und Limette bis hin zu den verschiedenen Sugos und Chutneys.
Der Teig besteht lediglich aus reinem Weizenmehl, Wasser und Salz. Ein Blunch-Teigblatt wiegt gerade einmal 10 Gramm. Da eine Portion Blunch vier Teigblätter beinhaltet und mit ordentlich Füllung bestückt wird, wird man dennoch angenehm satt.

Vielfältige Auswahl – interessante Blunch – Variationen
Ganz besonders gefällt mir, dass hier nicht ständig das Gleiche angeboten wird, sondern immer wieder neue und wirklich einzigartige Kreationen. Für die bayerischen Fans unter euch wurde zum Beispiel der Leberkäs-Blunch kreiert. Klingt erst einmal komisch, ist er aber nicht, sondern laut dem Blunch-Team super lecker mit dem sich durch die Hitze richtig entfaltenden süßen Senf im knusprigen Mantel.

Ich stand also am – übrigens ebenfalls selbst von dem Blunch-Erfinder ausgebauten – Blunch-Wagen probierte verschiedene Füllungen und bekam als erstes den Blunch Clssic mit Miesbacher Speck, Rucola und Tomate serviert – kombiniert natürlich mit der leckeren Käsecreme.Was soll ich sagen? Lecker! Sehr lecker und jede einzelne Zutat ist gut rauszuschmecken, da der Teig eben sehr dünn ist und somit nicht die Geschmackskomponenten der jeweiligen Füllung überdeckt. Auch von den Zutaten her: Daumen hoch. Frische Zutaten, kaum Fett, leicht im Bauch. Ich probierte mitunter das Ananas-Chutney. Wirklich fein, und auch hier wieder: Nicht einfach Ananas, sondern eine gewisse Extranote im Geschmack. Auch an Vegetarier wurde gedacht. Allergiker müssen sich noch ein wenig gedulden. Den Teig auf diesem Niveau ohne Gluten hinzubekommen ist etwas schwierig. Ich habe extra nachgefragt, weil ich mittlerweile immer mehr Anfragen von Allergikern und Zöliakie-Betroffenen erhalte. Es wird jedoch an einer Variante getüftelt. Ebenso gestaltet es sich mit dem Blunch für Laktose-intolerante Menschen …

Inzwischen gibt es einen Blunch mit Flußkrebs-Mango-Füllung geben und ein Herbstspecial mit Kürbis; auch eine süße Variante mit Apfel, Zimt und Zucker ist geplant, der ´Candy Apple´ – passt übrigens sehr gut zu weißem Glühwein. Einen „Blunch Dog“ mit darmfreier Wurst soll es auch bald als Special geben und die Hamburger – Variante ist auch in Planung. Natürlich gibt es auch einfache Variationen für die weniger Verrückten unter euch. 🙂 Die Vegetarier sollten den „Joschka“ (für 4,90€) mit Rucola und Tomate probieren. Der „Honolulu“ ist mit Bacon, Rucola und Ananaschutney, der „Wildberry“ mit Schwarzwälder Schinken, Rucola und Wildberrychutney gefüllt (je 6,90€). Wenn ihr nicht gerade ein Date habt, wäre der „All´Amatriciana“ mit Bacon, Tomatensugo, Zwiebeln und Knoblauch (für 6,90€) auch eine Versuchung wert. 🙂 Ihr seht schon, an Angeboten mangelt es nicht. Preislich liegen die Blunch alle zwischen 4,90€ und maximal 19,90€. doch keine Panik: Dazu müsstet ihr schon den Kaviar-Blunch mit Prosecco bestellen. Im Durchschnitt für einen „normalen“ Blunch, bestehend aus zwei klein geschnittenen Rollen, müsst ihr für einen „normalen“ Blunch mit ca. 6-8€ rechnen.

Einige Ideen für die unterschiedlichen Füllungen entstanden beispielsweise auf der letzten Asia-Reise der Blunch-Kitchler. Da wurde getüftelt, überlegt, probiert und natürlich Inspiration geholt. So entstand zum Beispiel die oben erwähnte, geheime Gewürzrezeptur für die saugute (sorry!) Frischkäsecreme. Zahlreiche Freunde und Bekannte kamen zum Testen, probierten fleißig mit, kritisierten, gaben Tipps und letztendlich entstanden – nach 5-monatigem Probieren und Verfeinern – zahlreiche tolle Grundlagen und Füllungen für den Blunch. Im März diesen Jahres wurde ein Imbisswagen gekauft, nach den eigenen Vorstellungen selbst ausgebaut und gestaltet, das Logo entworfen, die Markenrechte eingetragen und so konnte die Blunch Kitchen im Juli auf Tour gehen.

Der Blunch als Eventidee
Das erste Festival, welches von der Blunch Kitchen mit ihren leckeren Street Food heimgesucht wurde, fand in Regensburg statt, seit her touren Heike und Alex -immer wieder mal mit Unterstützung der Söhne – durch Bayern und versorgen die Leute mit leckeren Blunch auf Events, Streetfood-Festivals, Flohmärkten und Co. Es wurden aber auch schon entferntere Orte wie zum Beispiel Frankfurt angefahren. In München steht die Blunch-Kitchen jeden Freitag auf dem Kundenparkplatz des MediaMarkt im Euroindustriepark und montags bei der Friendsfactory in der St.-Martin-/Ecke Balanstraße für euch bereit. (Die Standorte werden auf der unten verlinkten Website oder deren Facebook-Fanpage bekannt gegeben.)

Ihr könnt die Blunch-Kitchen auch für Caterings buchen. Das heißt ihr kontaktiert Alex, sagt ihm in welchem Größenumfang ihr ein Event plant, es wird geprüft ob die Blunch Kitchen dort geparkt und als Station dienen kann, oder ob sozusagen eine Art „Blunch-Catering“ – sprich Zubereitung vor Ort ohne Wagen – stattfinden soll. Wenn ihr Interesse habt, schreibt mich gerne an und ich stelle den Kontakt für euch her. Der Claim „Keep calm and eat blunch“ passt also ganz gut und nicht umsonst wurden seit Anfang Juli mehr als 3.000 Blunch auf diversen Veranstaltungen verkauft. Haltet die Augen offen – es lohnt sich. Mein Tipp: Probiert unbedingt den Kinky Shrimpy! Ich freu mich schon auf den nächsten. Den kann ich mir – und ihr euch euren ersten Blunch – übrigens beim nächsten Midnightbazar holen. Vielleicht sehen wir uns ja beim Anstehen.

Ich komme wieder: Auf dem nächsten Event mit der Blunch Kitchen stehe ich definitiv in der Schlange.

Besuchte Lokalität: The Blunch Kitchen
Adresse: Schmellerstr. 13, 80337 München
Website: The Blunch Kitchen

Bilder: