Biancas Tasty Tour Flughafen MuenchenKaffee und Lunch im Boconero am Flughafen – Station Nummer 11 von Biancas Tasty Tour brachte mich nach Italien – und das ohne in ein Flugzeug zu steigen. Nein, dafür musste ich nur den Abflugbereich H des Terminal 2 (hinter dem Sicherheitsbereich) aufsuchen. Dort angekommen ging´s für mich und meine Begleitung dann in das Restaurant Boconero. Boconero – das ist Restaurant, Bar und – vor allem – Kaffeemarke in einem. Hier vereinen sich gute mediterrane Küche sowie eine eigene Kaffeemarke mit sorgfältig ausgewählten Bohnen, aufwändigen Brühtechniken und unterschiedlichen Filtermethoden. Angeboten werden traditionelle Kaffees wie Cappuccino, Latte Macchiato und Espresso sowie neumoderne Kreationen, wie Flat White, Café Longo, Café Mocha, Ristretto oder Affogato. Auch eine Brew Bar ist Teil des Boconero. Das klingt doch spannend, oder? Ein Gastronomie-Test auf den ich mich besonders freute.

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Das Boconero Logo

Was erwartet euch im Boconero Flughafen München?

Italienisches Flair, freundlicher Service und gute Küche. Dazu Kaffee, frischer Kuchen, belegte Brote, Baguettes, Pizza, Pasta, Suppen, Salate und Co. – also so einiges. Die Spezialität des Hauses neben der hauseigenen Kaffeemarke  sind die verschiedenen Pastagerichte und die unterschiedlichen à la minute zubereiteten Pizzen. Im hinteren Bereich kann an gemütlichen Zweier-, Bar- oder Hochtischen Platz genommen, Kaffee getrunken, geschlemmt und entspannt werden. Auch an der Bar gibt es gemütliche Sitzmöglichkeiten. Das Boconero dient sowohl als Anlaufstelle für einen (oder auch zwei) Kaffees, als auch als Treffpunkt für ein Essen vor oder nach dem Abflug. Im vorderen Bereich liegen in der Frischetheke verschiedene Sandwiches, belegte Baguettes und Brötchen, Quiche, Kuchen, Dessert, Macarons, Tartes und Co. aus. Für das komplette Angebot im Boconero gilt: So weit wie möglich werden regionale und natürlich stets qualitativ hochwertige Zutaten verwendet. Der Fokus der Bar ist ganz klar der Kaffee. Da hört es bezüglich der angebotenen Bohne natürlich auf mit der Regionalität. Bis die richtige Bohnenmischung jedoch gefunden war, wurde lange getüftelt. Jetzt setzt sich die Röstung aus einer idealen Mischung von Guatemala- und Äthiopien-Bohne zusammen.

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Boconero-Kaffee mit Macarons und Tarte

Speise- und Kaffeangebot und meine Auswahl

Das Boconero hat eine umfangreiche und gut sortierte Speisekarte. Von hausgemachten Pizzen (ab 11,90€) – übrigens die einzige, welche à la minute hinter dem Sicherheitsbereich am Flughafen serviert wird, über regelmäßig wechselnde regionale Fischgerichte (mit Beilage für 18,90€), bis hin zu verschiedenen Vorspeisen (ab 9,90€), Pasta (ab 11,90€) und Desserts (ab 1,90€) bleiben keine Wünsche offen. Sogar „Coq au Vin“ (Hahn in Wein, für 19,50€) wird angeboten. Aktuell stehen sieben verschiedene Pizzen, fünf verschiedene Pastagerichte sowie unterschiedliche Vorspeisen zur Auswahl. Auch Bruschetta mit verschiedenen Belägen (ab 7,50€) kann bestellt werden . Eine separate Mittagskarte gibt es aktuell nicht, dafür aber ein „Weekly Special“ (Angebot der Woche). Bei meinem Besuch war das eine Kürbiscremesuppe mit Kokosmilch und steirischem Kürbiskernöl (für 7,90€), Spaghetti Tartufo mit Trüffel und Parmesan (für 16,90€) oder auch „Branzino“ – Wolfsbarsch mit pfannengerührtem Gemüse (für 18,90€). Die beiden ersten Positionen klangen für mich so fein, dass ich sie mir als Vor- und Hauptspeise bestellte. Meine Begleitung hingegen ließ sich von dem Tipp des charmanten Restaurantleiters leiten und bestellte neben der Vorspeise „Panzanella“ – Tomaten-Brot-Salat mit Basilikum und Kapern (für 9,90€), sowie eine Pizza „Verdure“ mit Tomatensauce, Mozzarella und gegrilltem Gemüse (für 12,90€).

Bevor es an die Bewertung der Speisen geht noch ein kurzer Kaffee-Abstecher. Wer guten Kaffee anbietet, der kommt um eine Frühstückskarte kaum herum. Und so bietet das Boconero von 05:00 Uhr morgens bis 10:30 Uhr ein ausgewähltes Frühstück an.  Ab 7,50€ bis 19,90€ könnt ihr euch hier also auch Starter in den Tag schmecken lassen. Birchermüsli, frisch gemischter Beerensmoothie, Rühreitoast, Omelett, Lachsfrühstück oder auch das „Continental Frühstück“ für zwei Personen stehen zur Auswahl. Dazu könnt ihr euch Kaffee bestellen, welcher im Boconero mit vier unterschiedlichen Brühmethoden angeboten wird. Auch wenn sich eure Kaffee-Leidenschaft und das „know how“ um diesen bis dato in Grenzen gehalten hat, solltet ihr im Boconero einen Blick auf die breitgefächerten Möglichkeiten der Brühmethoden werfen. Jeweils drei verschiedene und unterschiedlich intensive Röstungen (Boconero Single Origin für 6,90€, Kenya Kirinyaga für 7,90€ oder Honduras Marcala für 8,90€) werden auf Filterbasis angeboten.: V60, Chemex, Aeropress oder Cold Brewed. Empfohlen wurde uns zum Probieren die Chemex-Methode, bei welcher der Kaffee relativ zügig aufgebrüht wird. (Im Gegensatz: Bei der V60-Methodik wird der Kaffee ähnlich, aber wesentlich langsamer (8 Minuten lang) aufgebrüht). Jede Brüh-Art und Kaffeesorte bringt einen anderen Geschmack und Kaffeenote mit sich. Für Kaffee-Fans dürfte die auf der Bar aufgebaute „Cold Brew Coffee“-Anlage das Highlight sein. Stundenlang und Tröpfchen für Tröpfchen bahnt sich der kalte Kaffee hier seinen Weg durch das Eis in die Kanne und kann dann – eben lange durchgezogen und mit mild-bitterem Geschmack – bestellt werden. Meins ist das zwar nicht, das gesamte „Drumherum“ beeindruckte mich aber sehr. Probiert also unbedingt einen Kaffee oder auch einen Cappuccino oder Latte Macchiato.

Nun aber zu den Gerichten im Detail….

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Spaghetti Tartufo

Bewertung der Speisen

Bevor wir die (s.o.) ausgewählten Speisen serviert bekamen, gab´s ein Brotkörbchen mit zwei verschiedenen Sorten Brot (hell und dunkel, fluffig und frisch). Natürlich achte ich immer darauf, ob das Brot frisch geschnitten und qualitativ hochwertig ist. Ein weiteres Indiz für die Bewertung ist bei mir inzwischen auch der Fakt, ob ich die Finger davon lassen kann, bevor mein Essen kommt. Gutes Brot bleibt selten stehen. Im Falle des Boconero-Brotes konnten wir das beide nicht wirklich und so war ich froh, dass Suppe und Brot-Salat zügig serviert wurden. Meine gut portionierte und appetitlich angerichtet Kürbissuppe überzeugte geschmacklich sofort. Wer´s nicht gern würzig (nicht scharf!) mag, der sollte das beim Bestellen ankündigen. Um so mehr ich nämlich aß um so würziger wurde sie. Sowohl die Kürbis-, als auch eine leichte Ingwernote schmeckt ich deutlich heraus. Senf sorgt in diesem Fall für das gewisse etwas. Eine tolle Suppe und falls es „nur“ ein sättigender Snack sein soll, dürftet ihr damit schon bedient sein. Der Brotsalat meiner Begleitung sah nicht nur toll aus, sondern schmeckte dazu auch noch klasse. Die Kapern wurden auf Wunsch hin weggelassen, die Portion war ebenfalls mehr als großzügig bemessen und das Brot hatte noch genau den richtigen Biss. Keiner mag matschig, aufgeweichtes Brot – hier war das, auch durch die knackigen Tomaten, gut umgesetzt.

Es dauerte nicht lang, da waren die leeren Vorspeisenteller weggebracht und Pizza sowie Pasta wurde serviert. Auch hier wieder: große Portionen, was jeden hungrigen Gast erfreuen dürfte. Ich schaffte meine mit dreierlei Trüffel-Konsistenzen versehenen Spaghetti leider nicht ganz. (…hätte ich mal das Brot oder die Hälfte der Suppe weglassen…). Es wurde sowohl mit Trüffelöl, Trüffelflöckchen, bzw. -stückchen, als auch Trüffelscheiben gearbeitet. Ein jedem Trüffelfan dürfte hier das Herz höher schlagen. Die Nudeln waren al dente, der Trüffel reichlich und der zusätzlich gereichte Parmesan frisch und hochwertig. Die schon allein fürs Auge ansehnliche Pizza meiner Begleitung war geschmacklich in Ordnung. Der Boden war dünn und nicht zu knusprig. Beim Belag wurde nicht gespart und alles in allem war es eine gute Pizza. Seht euch am besten die unten angefügte Bildergalerie an.

Natürlich ließen wir uns auch das Dessert nicht nehmen und wurden mit dreierlei Macarons und einer Erdbeer-Tarte verwöhnt. Dazu gab´s zwei Cappuccino mit Chemex-Filter-Kaffee. Ich bin wie erwähnt nicht der größte Kaffee-Trinker, war aber tatsächlich richtig angetan, von dieser Variante. Tut euch also selbst einen Gefallen und probiert eine Boconero-Kaffeespezialität aus. Hier werdet ihr auch gerne vom freundlichen Servicepersonal vor Ort beraten.

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Gemütliches Ambiente im Boconero

Ambiente

Das Ambiente ist gemütlich und ansprechend. Auch hier sollten euch die Bilder überzeugen. Italienisches Bar-Feeling kommt im Boconero schnell auf. Helle Farbe, schicke Wandverkleidungen, raffinierte Lampen und freundliches sowie helles Licht herrschen vor. Wie erwähnt, stehen verschiedene Sitzbereiche zur Auswahl. Ob gemütlich zum Essen, auf den schnellen Espresso an der Bar oder auf einen kurzen Talk im vorderen Cafébereich mit Bistrotischen – das Boconero bietet für jede Angelegenheit den richtigen Platz. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Am meisten begeisterte mich, dass ich das „Flughafen-Feeling“ tatsächlich komplett ausblenden konnte. Runter kommen oder eben nach oder vor einem Flug nochmals kurz entspannen ist hier kein Problem.

Hardfacts und persönliche Infos

Betrieben wird das Mitte Juli 2016 eröffnete Boconero, genauso wie das bereits von mir getestete Restaurant „Cloud 7“ von der Aichinger-Gastro GmbH. Geöffnet ist das Boconerco von 05:00 Uhr morgens bis 22:30 Uhr. Bis 21:30 Uhr bekommt ihr Gerichte von der Karte, angeboten werden Snacks und Kleinigkeiten jedoch bis zur Schließung. Platz ist in dem Restaurant für 120 Gäste. Den Boconerco-Kaffee könnt ihr entweder direkt vor Ort trinken oder auch für zu Hause mitnehmen. Boconero ist im Übrigen eine Ableitung von „bocca nero“, was schwarzer Mund (vom Kaffee sozusagen) auf italienisch bedeutet. Falls ihr es besonders eilig habt, werden euch alle Gerichte zum Mitnehmen eingepackt. Wer noch ein kleines Mitbringsel sucht kann außerdem bayerischen Honig im Boconero an der Theke kaufen.

Nun bleibt mir nur noch übrig, euch ans Herz zu legen, im Boconero vorbeizukommen. Flair, Geschmack, Ambiente und natürlich und erstrangig der Kaffee sind ganz klar einen Besuch wert.

Ihr habt Lust alle bisherigen Gastro-Tests meiner #biancastastytour durchzulesen? Dann klickt euch durch meine Restaurants am Flughafen München – Seite.

Besuchte Lokalität: Boconero
Getestet: Lunch und Kaffee im Boconero
Adresse: Flughafen München, Terminal 2, Ebene 05 (Abflug H) – nicht öffentlicher Bereich
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Bilder: