+ + + Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Max Rischart´s Backhaus KG. Vielen Dank! + + +




Rischart Eis – Produktion, Sorten und Verkostung | Ein Blick hinter die Kulissen – Jetzt hat uns der Münchner Sommer in den letzten Wochen ja doch noch gezeigt, was er kann. Wir hoffen doch alle sehr, dass es noch ein bisschen so weiter geht, oder? Dafür sprechen würde dann auch, das passende Wetter zu mein Artikel hier. Heute geht es nämlich um Eis. Um gutes Eis. Davon gibt es ja vieles, aber manche Sorten bzw. Anbieter, die sucht man eben doch am liebsten auf. Eis ist für mich etwas, das ich nicht jeden Tag esse, aber wenn, dann eben nur gutes. Eine Anlaufstelle – wie für so vieles Gutes – ist Rischart. Backhaus, inzwischen auch Gastronom (Max Eatery am Stachus) und eben auch Produzent von Eis. Nach dem ich inzwischen schon beim Hochzeitstorten-Anschnitt auf der Wiesn dabei war und sowohl die Elisenlebkuchen, als auch das Osterbackwerk verkostet bzw. in seiner Produktion begleitet habe, war diesmal das Eis dran. Es hieß also wieder „Kittel an, Hütchen auf und rein in die Produktion“. Juhu!

Rischart Eis Produktion

15 verschiedene Sorten werden verkauft…

Rischart Eis – Das Sortiment

Wurde ich doch glatt schon einige male gefragt „Echt…? Rischart hat Eis!?“ – Aber Hallo! Insgesamt bietet Rischart 15 verschiedene Sorten Eis an. Davon sind vier vegan und – aktuell – vier Sorten ganz neu im Sortiment. Die Klassiker Schokolade, Vanille und Erdbeere sind natürlich standardmäßig im Sortiment. Gefolgt von Nuss, Zitrone und Pistazie. Auch Kombinationen wie Joghurt-Kirsch, Quattro Frutti – bestehend aus Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere und Blaubeere – oder Mango-Passionsfrucht können bestellt werden. Gebrannte Mandel, Orange Cheesecake, Marille-Hollunder, Cookie-Caramel (mit crunchy Keks im Eis), Cocos-Crunch (mit Kokossplittern) und Saure Apfelringe runden kreativ ab. Für Veganer sind die Sorten Erdbeere, Quattro Frutti, Mango-Passionsfrucht und Marille-Hollunder geeignet.  Neu an Board sind die Sorten gebrannte Mandel, Saure Apfelringe, Cocos-Crunch und Marille-Hollunder.

Rischart Eis Produktion

Nur hochwertige Zutaten landen in dem Rischart Eis

Was das Rischart Eis ausmacht

Für den, der gerne einfach nur gutes Eis isst, mag das wohl der Geschmack sein. Ganz klar: Wenn´s nicht schmeckt, ist das drumherum egal. Wenn man aber einmal an den großen Eis-Pasteurisatoren bei Rischart gestanden hat und die Eismaschinen in Betrieb, kombiniert mit Handarbeit und ordentlich Schmalz, erlebt hat, weiß man, dass wesentlich mehr dazu gehört, als „nur“ gute Zutaten. So sind diese bei Rischart ganz besonders hochwertig. Das Vanilleeis zum Beispiel beinhaltet echten Extrakt aus der Vanille und hat dadurch ein besonders intensives sowie zugleich natürliches Aroma. Das Schokoladen-Eis, eigentlich nicht unbedingt einer meiner Favoriten in Sachen Eis, hat selbst mir geschmeckt. Kein Wunder, ist es ja auch mitunter aus  belgischer Kuvertüre hergestellt. Das bezeichnenste Merkmal des Rischart Eis ist in meinen Augen der intensive und niemals künstliche Geschmack einer jeden Sorte. Klar… „Saue Apfelringe“ und „Cocos-Crunch“ schmecken natürlich süßer und intensiver als Zitrone oder Vanille – hergestellt aus rein natürlichen Zutaten, aber das soll ja auch so sein. So gefällt mir, dass eben Eis „ohne viel Schnickschnack“ hergestellt wird, auf Qualität geachtet, sprich nicht bei den Rohstoffen gespart wird und auch bei Kreativität und Abwechslung in Sachen Sortenvielfalt keine Müdigkeit aufkommt.

Rischart Eis Produktion

Hochwertige Zutaten landen im Eis

Herstellung des Eises 

Wie erwähnt, durfte ich einen näheren Blick auf die Produktion werfen. Vieles passiert hinter „verschlossenen Türen“. Dies aber nicht, weil geheim, sondern weil Pasteurisator und Eismaschine eben keine Sichtkammern für mich bereit halten. 😉 Besser siehts da schon mit der Verarbeitung des Eises aus, sobald es aus der Eismaschine, sprich nach vorheriger Pasteurisierung, kommt. Dann nämlich ist ordentlich Handarbeit angesagt und eine der Geschmackssorten, müssen zusätzlich angereichert werden. Bei der neuen Sorte Cocos-Crunch zum Beispiel wird die „Kokosmasse“ per Hand mit „vui Schmoiz“ in die einzelnen fünf Liter-Boxen untergerührt. Genauer gesagt wird eine Schicht Eis eingefüllt, dann kommt die Masse (z.B. Cocos-Crunch oder auch Cookie-Caramel-Masse) auf das Eis, es wird vermengt und nochmals mit Eis und anschließend Masse vermengt. Sind die Boxen gefüllt, ordentlich vermengt und glatt gestrichen, landen sie im Kühlhaus von Rischart bei -20 Grad. Pro Behältnis entstehen 4 bis 4,1 Liter Eis. Das Eis wird jeden Tag bei Rischart produziert und pro Tag werden 100 bis 150 Boxen in Münchens Rischart Niederlassungen ausgeliefert. Doch von vorne… Die Basis des „neutralen“ Eises ist Milch, Sahne, Eigelb, Eisbindemittel und das jeweilige Aroma, je nach Sorte. Die Mischung wird dann „abgekocht“ und auf 80 Grad erhitzt. Anschließend reift das Eis, sprich kühlt ca. 3 bis 10 Stunden langsam herunter. Speziell bei Rischart, wird das Eis (je nach Sorte) ganz fein in einem separaten Gerät püriert, so  dass das Endergebnis eine noch feinere Eismischung ist. Gearbeitet wird nur mit besten Zutaten, wie zum Beispiel Berchtesgadener Milch, echtem Vanilleextrakt und hochwertiger Schokolade aus Belgien. Auch wird stets auf ein „Mindesttrockengehalt“ bei der Rezeptur der jeweiligen Eissorte geachtet, damit das Eis einen schönen Schmelz und einen angenehme Konsistenz beim Verzehr vorweisen kann. Kennt ihr das, wenn Eis nach dem Schlucken immer noch am Gaumen und im Rachen hängt und man dieses „schmierige“ Gefühl nicht weg bekommt? Kein gutes Zeichen für Eis-Qualität und bei Rischart Eis ganz und gar nicht der Fall. Angeboten wird Eis im Übrigen bei Rischart von Ende April bis zum Start der Wiesn. Dann kommt es weg aus der Theke und der Fokus von Rischart geht gen Wiesn und Cafe Kaiserschmarrn, bevor dann das Weihnachtsgeschäft ruft.

Rischart Eis Produktion

Eine Eismischung wird mit zusätzlichem Geschmack angereichert

Eine kleine Geschichte zum Eis

Fast jeder, den ich kenne mag Eis. Woher Eis aber kommt, das wissen die Wenigsten. Nicht schlimm, dafür habe ich mal ein wenig nachgeforscht. Die Geschichte reicht weit zurück. Richtig weit. Um genauer zu sein bis ins Jahr 3.000 v. Chr.. Da tauchen sowohl bei den Chinesen, als auch bei den Römern schon Geschichten über´s Eis auf. Der römische Kaiser Nero zum Beispiel war großer Fan von Eis, Marco Polo berichtet nach großen Reisen von entdeckten Eisdielen und brachte Eisrezepturen mit nach Hause. Auch andere berühmte Persönlichkeiten der Geschichte liebten Eis. 1651 wurde dann vom Sizilianer Procopio Castelli die erste Pariser Eisdiele erstellt und 1673 die erste Eissteuer auf Speiseeis erhoben.  Eis war damals aber noch nicht wirklich Eis, wie wir es heute kennen. Viel mehr war es damals Schnee oder gefrorenes Wasser mit verschiedenen Aromen, wie Ingwer, Honig oder zerstoßene Früchte. Eine der ersten Eis-Versuche wurden tatsächlich in München aus Isarwasser gemacht. – Cool, oder? So wie wir Eis mögen, gibt es dieses erst seit 1530, zeitgleich zum erfundenen Kühlverfahren. 1873 gelang dann die Verflüssigung von Ammoniak und 1876 kam die Kältemaschine dazu – der Weg zum heutigen Speiseeis war geebnet, der Durchbruch war geschafft. Erst 1851 kam ein Milchhändler darauf, überschüssige Milchprodukte zu Speiseeis zu verarbeiten und die erste industrielle Eisproduktion wurde errichtet, was so durch die Decke ging, dass bald auch New York, Boston und die ganze Welt von Speiseaus aus Milch sprach. Das uns heute bekannte Eis war endgültig geboren.

Rischart Eis Produktion

Das wird ein feines Cookie-Caramel Eis. Mmmmh….

Hardfacts und Fazit

Glücklicherweise bekam ich nach der Produktionsbesichtigung noch die Chance, mich durch das Sortiment von Rischart, direkt am Marienplatz zu schlemmen. Natürlich nochmal ein ganz anderes Gefühl, wenn man erst wenige Minuten vorab gesehen hat, wie die einzelnen Sorten hergestellt werden. So fand ich auch relativ schnell meine Favoriten heraus. Joghurt-Kirsche, Cocos-Crunch, Zitrone und Marille-Hollunder (vegan!) sind meine Favoriten. Zu unterscheiden ist natürlich zwischen Milch- und Fruchteis – auch bei der Herstellung, sprich cremigen Sorten und eher erfrischend fruchtigen Sorten. Die vegane und zugleich neue Sorte „Marille-Hollunder“ müsst ihr unbedingt probieren. Nehmt dazu auch noch ganz klassisch, eine Kugel Vanilleeis um einen guten Maßstab zum Vergleich zu haben. Schon bei dem ersten Löffelchen dürfte klar sein, dass ihr ein hochwertiges und sehr leckeres Eis im Mund habt. Das zieht sich durch das komplette Sortiment. „Saure Apfelringe“ ist in meinen Augen definitiv das verrückteste Eis, auch wegen seiner knallgrünen Farbe und dem unumstritten recht künstlichem Geschmack. Zu kaufen gibt es das Eis in 5 Niederlassungen, nämlich am Marienplatz, im Café zur Mauth, am Viktualienmarkt, im Olympia Einkaufszentrum, bei Max Eatery (dem Restaurant von Rischart) und auf der Leopoldstraße bei Rialto. Je nach Niederlassung, kostet das Eis pro Kugel bzw. Portion zwischen 1,50€ und 1,80€. Nutzt die nächste Gelegenheit und holt euch eine Portion. Wenn ihr am Marienplatz vorbei – dort gibt es alle 15 Sorten – schaut, wundert euch nicht, dass es dort keine Waffeln mehr gibt. Dort wird das Eis nur noch im Becherchen angeboten und nicht mit einem klassischen Eislöffel „gerollt“, sondern mit einer Spachtel in den Becher „geschabt“ – eine wie ich finde modernere Variante. Und…welche Sorte(n) holt ihr euch?

Getestet: Rischart Eis von Max Rischart´s Backhaus KG
Erhältlich: Erhältlich in  Niederlassungen von Rischart
Produktion von Rischart: Buttermelcherstraße 16 im Glockenbachviertel

 





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