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Wie Corona unser Essverhalten beeinträchtig Die seit bald fünf Monaten vorherrschende Situation stellt uns nach wie vor großen Herausforderungen. Kaum ein Bereich
unseres Lebens und Alltags ist nicht davon betroffen, ganz gleich ob Freizeit, Beruf oder Familie.Ebenso sind die Themen Essen und Ernährung stark durch Corona beeinflusst. In Verbindung mit der Ende November (25. – 29. November) diesen Jahres geplanten FOOD & LIFE-Messe habe ich mich diesbezüglich schlau für euch gemacht.

Wie Corona unser Essverhalten beeinträchtig

Gefühlt von einem auf den anderen Tag wurden wir Mitte März durch Corona mit einem neuen Alltag konfrontiert. Essen gehen war nicht mehr möglich, Einkaufen im Supermarkt wurde zur Herausforderung. Bis heute halten diese Veränderungen in immer wieder abgewandelter Form an. Das führt natürlich auch bei immer mehr Menschen zu Änderungen beim Einkaufs- und Essverhalten.Doch wie hat sich dieses seit Beginn von Corona tatsächlich verändert? – Ein sehr spannendesThema, auf welches sich ein genauerer Blick lohnt. Klar ist schon jetzt, dass sich unser aller Verbraucherverhalten durch die Pandemie dauerhaft ändern wird. Es wird nachhaltige und strukturelle Verschiebungen – mitunter in der Einzelhandelsbranche – geben.

„Nachhaltigkeit“ bei den aktuellen Gegebenheiten
Ich habe mich ein wenig in das Thema eingelesen und herausgefunden, dass laut der Studie „Nachhaltigkeit als Qualitätsfaktor“ von der DGQ für rund 70% Nachhaltigkeitsaspekte Einfluss auf den Lebensmitteleinkauf haben. Ein Wert, welcher seit Mitte März enorm angestiegen ist. So ergab eine jüngst durchgeführte Studie (mit 3000 Personen), dass viele Menschen seit dem Beginn von Corona wesentlich bewusster und gesünder (50%) einkaufen. Beim Einkaufen treffen wir bewusst nachhaltigere (45%) Entscheidungen und überlegen uns genauer, was wir kaufen, woher es kommt und ob es gut für uns ist. Dieses gesteigerte Bewusstsein für eine gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit, hat bei 22% der Befragten zu einem Verzicht von Fisch und Fleisch geführt. 19% haben im Covid-19-Zeitraum sogar alle Lebensmittel tierischen Ursprungs von ihrer Speisekarte gestrichen und weitere 44% versuchen den Verzehr von Fisch und Fleisch zu reduzieren, ohne komplett darauf verzichten zu wollen. Wer Fisch und Fleisch kauft, beweist auch hier wieder, wie wichtig Nachhaltigkeit ist: Zwei Drittel kaufen ausschließlich Produkte aus zertifizierter Tierhaltung (gemäß DGQ). In Sachen Nachhaltigkeit lässt sich also sagen: Wir geben seit dem Start der veränderten Umstände auch gerne mehr Geld für nachhaltig produzierte und hochwertige Lebensmittel aus.

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Die Pandemie hat unsere Einkaufsverhalten nachhaltig verändert.

Lebensmittel: Mehr frisches, mehr online, weniger in die Tonne
Ein ebenso positiver Nebeneffekt in Sachen Ernährung in Verbindung mit Corona: 64% der Menschen achten noch verstärkter und konsequenter darauf, Lebensmittelabfälle zu vermeiden und sparsamer mit der Verwendung von Speisen umzugehen. Es landet also wesentlich weniger Essen in der Tonne. Das mag wohl auch an dem veränderten Verhalten im Einzelhandel bzw. in den Supermärkten sein. Seit Mitte Mai 2020 werden nämlich wesentlich mehr frische Lebensmittel gekauft und es wird öfter frisch gekocht. Wenn Lebensmittel gelagert werden, dann in Form von Konserven.

Eine weitere Begleiterscheinung ist die stetig wachsende Bereitschaft für den Online-Einkauf von Lebensmitteln. Zuvor standen diese Thema viele noch kritisch gegenüber. Corona hat inzwischen jeden dritten Deutschen zum Einkauf von Lebensmitteln im Internet verleitet und so werden aktuell 32% – Tendenz steigend – aller benötigten Waren sowie auch Lebensmittel online von uns gekauft.

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Gesund, nachhaltig und regional – das wird immer wichtiger.

Regionale Lebensmittel hoch im Kurs

Nach wie vor voll im Trend liegen regionale Produkte und Lebensmittel. Selten wurde von uns so viel Wert auf die Unterstützung lokaler Partner und den Bezug von Lebensmitteln aus der Region gelegt. So gilt regional inzwischen gerne mal als das neue Bio, denn ganz gleich ob Gemüse, Obst, Fleisch, Eier oder Milchprodukte – der Einkauf von Lebensmitteln in der Region wird immer beliebter. Inzwischen achten im Supermarkt mehr als 60% der Menschen auf die Herkunft der Lebensmittel. 55% kaufen saisonal ein und lassen sogar bewusst bestimmt Obst- und Gemüsesorten in den Regalen liegen, wenn sie nicht aus der Region stammen. Eine, wie ich finde, sehr löbliche Entwicklung. Dazu hat das Bundesministerium für Ernährung durch eine weitere Umfrage festgestellt, dass knapp 40% der Menschen – überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene (47%) – beim Lebensmitteleinkauf auf Produkte aus der heimischen Landwirtschaft  achten.

„Echte“ regionale Produkte zu finden – so auch meine Erfahrung – ist dabei gar nicht so leicht, wie gedacht. So wirkt beispielsweise das Bundeszentrum für Ernährung gegen zahlreiche verschiedene Regional-Siegel und verwirrende Kennzeichnungen auf Lebensmitteln vor und bietet digitale Unterstützung bei der Suche regionaler Lebensmittel. Denn nicht alles, was auf Anhieb aussieht wie aus der Region, ist es auch. Achtet hier also auf eventuelle Stolperfallen.

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Mehr und bewusster kochen in der Corona-Krise

Wie ich persönlich die (Ernährungs-)Veränderung wahrnehme

Auch ich persönlich habe eine starke Veränderung an meinem eigenen Essverhalten festgestellt und teile die obigen Beobachtungen. Ich bin nun wesentlich öfter im Supermarkt und setze mich gezielt noch mehr mit Produkten aus der Region auseinander. Schon Ende März fing ich verstärkt an zu kochen und – wie oben beschrieben – noch mehr auf wirklich sehr gute Qualität und Nachhaltigkeit bei meiner Auswahl zu achten.

Seit dem 18. bzw. 25. Mai hatten dann die Gastronomien wieder geöffnet und ich habe wieder meine „alte“ und gewohnte Leidenschaft für Restaurantbesuche entdeckt. Der verstärkte „genaue Blick“ auf jedes Lebensmittel und jede Zutat ist aber geblieben. Definitiv ein positiver Nebeneffekt der anhaltenden Pandemie.

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Auch ich kaufe bewusster ein und esse noch gesünder.

 

Die FOOD & LIFE 2020 und was euch erwartet

Gute Nachrichten für alle Genießer: Ab 1. September 2020 finden laut Beschluss des Wirtschaftsministeriums in Bayern wieder Messen statt. Die FOOD & LIFE 2020 ist damit vom 25. November bis 29. November 2020 erneut verlässlicher Treffpunkt für Essen, Trinken und Genießen. Die Publikums- und Verkaufsmesse richtet sich an Feinschmecker und ernährungsbewusste Verbraucher und legt den Fokus auf handwerklich hergestellte Lebensmittel, darunter zahlreiche regionale Produkte aus heimischen Zutaten. Ganz im Zeichen der aktuellen Ernährungstrends unterstreicht die FOOD & LIFE die Bedeutung von Bayerns kulinarischen Schätzen, die sowohl von traditionellen Manufakturen als auch von ideenreichen Start-ups hergestellt werden. Welche Aussteller euch erwarten und welches tolle Programm es geben wird, erfahrt ihr in Kürze auf meiner Website. Weitere Informationen rund um das Hygiene- und Sicherheitskonzept der FOOD & LIFE 2020 lest ihr auf der unten verlinkten Website der Messe.

+++ Dieser Artikel entstand in Kooperation mit der FOOD & LIFE. Danke! +++

Kontakt für Anfragen

FOOD & LIFE 2020 – Deutschlands größter Treffpunkt für Essen, Trinken und Genießen
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Öffnungszeiten: 25.11. / 26.11. / 27.11. / 28.11. / 29.11. von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
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