Durch einen Tipp meiner Kollegin landete ich vor Kurzem mit meiner Begleitung im La Kaz – einem gemütlichen Restaurant mit Bar-Charakter in der Ligsalzstraße an der Schwanthalerhöhe in München. Das La Kaz wirkt schon von außen sehr einladend, mit zahlreichen, einfachen Tischen im Freien, der ausgehängten Wochenkarte auf einer Tafel und einem dezent beleuchteten Eingangsbereich. Nach dem Eintreten in das Restaurant standen wir direkt vor der langen Bar, welche sich überwiegend durch den rechten Bereich des länglichen Restaurants zieht.

Wir hatten vorab telefonisch reserviert und wurden sofort von einer jungen Bedienung registriert und nach unserem Namen gefragt. Wir wurden zu einem gemütlichen Platz im hinteren Bereich geführt. Das Restaurant hat zahlreiche, unterschiedlich große Tische, teilweise auch durch raffinierte Trenner in Form von bearbeiteten Zimmertüren, abgegrenzt. Wir nahmen an einem solchen kleinen Zweiertisch Platz. Obwohl das Restaurant am Abend so gut wie komplett gefüllt war, war es nicht zu laut um sich angenehm zu unterhalten. Die Bedienung war relativ zackig an unserem Tisch und wir bekamen die Speise und Getränkekarte gereicht.


Wir entschieden uns bei den Getränken für einen Hugo (4,80€) und ein stilles Wasser (0,2l für 1,80€). Bei dem Wasser waren wir ein wenig irritiert, da ein kleines Glas mit bereits eingegossenem Wasser an unseren Tisch gestellt wurde, ohne Flasche. Das Wasser schmeckte sehr nach Leitungswasser, war aber lt. Bedienung ein Wasser aus der Flasche. Mein Hugo war sehr köstlich und ich bekam nachträglich auf meine Anfrage hin einen Strohhalm gebracht. Da wir beide hungrig waren entschieden wir uns beide für eine Vor- und Hauptspeise. Bei der Vorspeise lachte uns beide die auf der Karte befindliche Kürbissuppe (für 4,90€ je Suppe) an. Diese wurde relativ zügig mit einem frischen Brotkorb serviert und hatte eine sehr cremige Konsistenz. Das dazu gereichte Brot war mit unterschiedlichen Kräutern verfeinert, sehr zart und weich. Als Hauptgericht wählten wir einmal die Linguine mit Mango und Hühnchen für 9,90€ und einen Salat mit Ziegenkäse für 11,90€. Bis beide Hauptgerichte serviert wurden dauerte es eine ganze Weile. Das Restaurant war zwar voll besetzt, dennoch mussten wir über durchschnittlich lange warten. Als die Hauptgerichte dann serviert wurden sah beides sehr ansehnlich aus. Die Pasta meiner Begleitung war ausreichend portioniert, appetitlich und gut temperiert angerichtet und war Alles in Allem genießbar. Mein Salat leider nicht wirklich. Der Ziegenkäse war zwar köstlich und das Dressing auch okay, doch für mich persönlich waren zu viele Oliven in dem Salat und an dem gegrillten Gemüse eine bestimmte Art von Würze oder Sauce (?), welche ich und mein Magen nicht verkrafteten. Ich möchte dazu sagen, dass es sicherlich deswegen nicht direkt ein schlechtes Lokal ist, oder Etwas mit der Küche oder der Zutaten nicht stimmt, jedoch fühlte ich mich direkt nach dem Verlassen des Restaurants so schlecht, dass ich mich im gegenüberliegendem Gebüsch übergeben musste. Ich weiß, nicht sonderlich appetitlich und evtl. nur auf meinen eigenen Magen zurück zu führen, dennoch war ich im Anschluss ziemlich lange „not amused“. Das Gemüse schmeckte leider auch ein wenig nach „Grill“, als wäre es zu lange auf diesem gelegen und der Geschmack hätte sich auf das Essen übertragen. Den Salat würde ich, obwohl er wirklich gut aussah und der Käse auch gut angemacht war nicht nochmals bestellen.

Ansonsten wechselt die Wochenkarte regelmäßig. Die Standardkarte habe ich für euch abfotografiert. Dort erwarten euch z.B. Gerichte „Pasta Verdura“ mit gegrilltem Gemüse, Pesto, Kapern und Feta (für 8,90€), unterschiedliche Salatvariationen z.B. mit Rindersteak, Garnelen, Hähnchenschnitzeln oder auch Humus zwischen 11,90€ und 13,90€. Außerdem gibt es auch eine Tomatensuppe mit hausgemachtem Bergpesto (für 4,80€) und andere Vorspeisen wie Gemüse vom Lavasteingrill mit Dipps (für 6,90€), Hummus (für 6,90€) oder gebratene Garnelen mit Salat und Paprikadip (für 8,90€). Die Standardspeisekarte ist recht überschaubar. Die Wochenkarte sorgt jedoch für eine abwechslungsreiche Speiseauswahl und bietet so für jeden Geschmack das Passende. Die Karte könnt ihr hier einsehen.

Als wir unsere Gerichte aufgegessen und die Gläser geleert hatten wollten wir bezahlen. Das Ec-Kartenlesegerät war defekt und meine Begleitung musste das Lokal verlassen um an Bargeld zu kommen. Eine Gegebenheit, welche ich in immer mehr Restaurants feststelle. Solltet ihr also vorbei schauen wollen – denkt an Bargeld und an eine Reservierung, da es sicherlich je nach Wochentag ein wenig mit warten verbunden ist, wenn ihr spontan kommt. Bei unserem Besuch bestand der Service ausschließlich aus jungen, blonden Bedienungen – alle samt sehr freundlich und auf zack. Letztendlich bezahlten wir insgesamt 41€ mit Trinkgeld. Für ein alkoholisches Getränk, sowie zwei Vor- und Hauptspeisen für Münchner Verhältnisse in Ordnung.

Das Ambiente ist sehr gemütlich mit gedämmten Licht und lockerer Atmosphäre. Sehr einfache Möbel, wie erwähnt eine lange Bar und offene, schwarz lackierte Leitungsrohre an den hohen Decken. Grundsätzlich kann ich euch trotz meines kleinen „Zwischenfalls“ nicht direkt von einem Besuch abraten, da der Service freundlich ist, das Essen – bis auf den Salat – in Ordnung war und das Ambiente sehr gemütlich und einladend ist. Ich würde sogar grundsätzlich wieder kommen, da ich wohl eher Pech mit meinem Salat in Verbindung mit meinem Magen hatte. Um mich herum aßen sehr viel den gleichen Salat und wirkten recht zufrieden. Solltet ihr also auf der Suche nach einer lockeren Location sein ist das La Kaz bestimmt geeignet. Ihr kommt auch unkompliziert mit den öffentlichen Verkehrsmitteln über die Linie 4 und 5 – Station Schwanthalerhöhe hin. Viel Spaß dabei.

Ich würde auf Grund meiner persönlichen Erfahrung mit dem Salat erst mal nicht mehr kommen, jedoch habe ich die Vorspeise genossen. Vielleicht – wenn ich mein Salat-Trauma überwunden habe – komme ich nochmals ins La Kaz.

Besuchte Lokalität: La Kaz
Adresse: Ligsalzstraße 38, 80339 München
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